ITS World Congress: Ibeo zeigt wie (teil)autonomes Fahren funktionieren kann

Sensorspezialist präsentiert unter anderem einen Logistikroboter mit Level-4-Fähigkeit.

Kooperativ: Der auf Level 4-fahrbereite Logistikroboter soll sich schon heute in Lagerumgebungen einfügen lassen und hat Potenzial für mehr. | Foto: ibeo
Kooperativ: Der auf Level 4-fahrbereite Logistikroboter soll sich schon heute in Lagerumgebungen einfügen lassen und hat Potenzial für mehr. | Foto: ibeo
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Der Hamburger Automotive-LiDAR-Spezialist Ibeo zeigt auf dem ITS World Congress in Hamburg sein Portfolio an Technologielösungen und Bausteine für das (teil-)autonome Fahren der Zukunft. Gezeigt werden unter anderem der neue sogenannte Solid-State-LiDAR-Sensor ibeoNEXT, der besonders kompakt sein will und ohne bewegliche Teile auskommt. Als weitere Highlights verweist man auf die Ausstattung eines Zuges der Deutschen Bahn mit ibeoNEXT-Systemen im Rahmen des Projektes Sensors4Rail und Vorführungen einer völlig autonom fahrenden Plattform für unterschiedliche Mobilitätsanwendungen.

Für Ibeo als LiDAR-Pionier sei die ITS aus verschiedenen Gründen ein echtes Heimspiel, wie Ibeo-Geschäftsführer Ulrich Lages erklärt. Man forsche, entwickle, teste und vermarkte zwar weltweit – etwa in China, den USA, Australien oder Südamerika.

"Hamburg ist unser Firmensitz – hier schlägt unser Herz, und von hier aus werden die Aktivitäten der mittlerweile über 400 Mitarbeiter:innen an unseren Standorten in Deutschland, den Niederlanden und den USA koordiniert.

Man habe hier in Hamburg innerhalb von zwei Jahrzehnten ein Unternehmen geschaffen, das Lange als weltweit führend in der Entwicklung von LiDAR-Systemen ansieht. So ist der Anbieter auch offizieller Kooperationspartner des Pilotprojekts „Sensors4Rail“ der Deutschen Bahn, das Teil der Sektorinitiative „Digitale Schiene Deutschland“ ist. Ziel des Projekts sei es, die Kapazität, Zuverlässigkeit und Effizienz des deutschen Bahnsystems zu erhöhen. Dafür wurden die Züge mit Kameras, Radar, digitalen HD-Karten, (Satelliten-)Ortungstechnologien und zwölf Real-Solid-State-ibeoNEXT-LiDAR-Sensoren von Ibeo ausgestattet.

Damit soll sich die Position des Zuges jederzeit genau bestimmen lassen, ohne dafür zusätzliche Infrastruktur an der Strecke installieren zu müssen. Weitere namhafte Unternehmen wie Bosch Engineering, Siemens Mobility und HERE Technologies sind ebenfalls unter den Kooperationspartnern. Während des Weltkongresses wird ein Zug, der vollständig mit den oben genannten Sensoren und Systemen ausgestattet ist, mehrmals in der Woche zwischen den Bahnhöfen Bergedorf und Dammtor verkehren.

Logistikroboter erstmals auf deutschem Boden

Zusammen mit dem australischen Partner Applied EV haben die Hamburger zudem die Blanc-Robot-Plattform entwickelt, die zum ersten Mal auf deutschem Boden präsentiert wird. Das Konzept dieser autonom fahrenden Elektromobilitätslösung sei auf dem Papier einfach, aber in der Realität komplex. Blanc Robot könne für eine Reihe von autonomen Anwendungen konfiguriert werden, einschließlich Fracht- und Paketzustellung oder den Transport von schweren Arbeitsgeräten. Diese potenziellen Anwendungsfälle profitierten von der Tatsache, dass die Blanc-Robot-Plattform in der Lage ist, autonom zu fahren, auf der Straße oder im Gelände, wie der Anbieter wirbt. Jede Ibeo-Fahrzeugplattform werde mit zehn der Sensoren und der eigenen Driver Software ausgestattet sein. Die Blanc-Robot-Plattform für das autonome Fahren der Stufe 4 ausgerüstet.

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