Italien: Kombiverkehr steigert Kapazitäten

Im Italienverkehr schafft die Kombiverkehr KG zusätzliche Kapazitäten das Zielterminal von München aus von Mezlo nach Milano Smistamento.

(Foto: Kombiverkehr)
(Foto: Kombiverkehr)
Christine Harttmann

Im Verkehr zwischen Hannover und Verona erhöht der Schienengüteroperator seine wöchentlichen Abfahrten ab dem 7. September 2020 von fünf auf sechs pro Woche. Von München-Riem aus verkehren die Züge dann nach Milano Smistamento statt zum Terminal Melzo. Wie Peter Dannewitz, Leiter Vertrieb, erklärt, ist die Anpassung des Leistungsangebotes durchaus begründet:

„Seit Beginn der Corona-Pandemie ist der Hannover-Zug einer der stabilsten Verkehre im Südeuropaverkehr via Brenner nach Italien. Kaum eine Zugabfahrt musste ausgelegt werden. Nun können wir die Erweiterung auf sechs Abfahrten verkünden. Insbesondere der Transport von Lebensmitteln für den täglichen Bedarf und als Rohstoffe für die verarbeitende Industrie, der mehr und mehr im intermodalen Verkehr abgewickelt wird, war maßgebend für die Frequenzerweiterung. Und mit der Terminalverlagerung nach Milano stärken wir unser Netzwerk durch eine Vielzahl an weiteren Gatewaymöglichkeiten innerhalb Italiens und erhöhen damit die Flexibilität für unsere Kunden.“

Die zusätzliche Zugabfahrt auf der Strecke Hannover-Verona wird in beiden Richtungen samstags sein. Die in Nord-Süd-Richtung bestehenden Abfahrten montags bis freitags sowie die in Süd-Nord-Richtung bestehenden Abfahrten dienstags bis freitags und am Samstag bleiben unverändert bestehen. Mit demnach zwei Samstagsabfahrten ab Verona Quadrante Europa komme, das teilt Kombiverkehr mit, das Unternehmen dem Wunsch der Kunden nach, die Rückführung vieler Ladeeinheiten über das Wochenende zu realisieren. So können diese zum Wochenstart ihr Equipment in der Region Hannover wieder zeitnah einsetzen.

Die intermodale Verbindung, die in enger Zusammenarbeit mit dem italienischen Partner Mercitalia Intermodal betrieben wird, ist buchbar für Wechselbehälter, Tankcontainer und Trailer mit einem Profil bis zu P/C 400 und zugelassen für sämtliche Gefahrgüter außer den Klassen 1 und 7.

Laut Dannewitz baut Kombiverkehr damit sein sowieso umfassendes Angebot weiter aus:

„Italien-Spediteuren bieten wir im unbegleiteten Kombinierten Verkehr Deutschland-Italien via Brenner heute mit rund 100 Zugabfahrten pro Woche und Mehrtagesabfahrten an ausgewählten deutschen Terminals ein weitreichendes Leistungsangebot für eine klimafreundliche Logistik mit Mehrwert.“

Auf der 1.045 Kilometer langen Zugverbindung sparen, so rechnet es der Güterbahnoperator vor, die Nutzer beim Transport eines 25 Tonnen schweren Trailers im Vergleich zum durchgehenden Straßengüterverkehr mehr als 1,5 Tonnen des umweltschädlichen CO2 ein. Mit Weiterleitungsverkehren von und nach Bari und Nola in Süditalien lässt sich die positive Klima- und Energiebilanz im Vergleich zum durchgehenden Straßengüterverkehr aufgrund der Mehrkilometer auf der Schiene zusätzlich verbessern.

Die vielen Weiterleitungsmöglichkeiten der Kombiverkehr-Züge lassen Spediteure und Logistikunternehmen von Transporten im One-Stop-Shop-Verfahren profitieren. Um diesen Vorteil auch im Verkehr zwischen München und dem Großraum Mailand auszuspielen, wird Kombiverkehr ab Anfang September nicht mehr das Terminal in Melzo ansteuern, sondern Milano Smistamento.

Ab diesem bedeutenden norditalienischen Schienenknotenpunkt bestehen Weiterleitungsverkehre von und nach Pomezia, Napoli sowie Catania in Mittel- und Süditalien. Der Zug München-Milano Smistamento wird dreimal pro Woche und Richtung angeboten: ab München montags, mittwochs und freitags, ab Milano Smistamento immer dienstags, donnerstags und samstags.

Ab Anfang September verkehren die Italien-Züge der Frankfurter Kombiverkehr KG ab Hannover Linden Hafen beziehungsweise München-Riem noch öfter zwischen Deutschland und Italien sowie mit neuen Weiterleitungsmöglichkeiten ab Milano Smistamento.

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