ID Logistics: Roboter im Dienste der Kontraktlogistik

2021 startete ID Logistics ein Robotisierungsprogramm, um Ergonomie sowie Sicherheit am Arbeitsplatz zu verbessern. In Frankreich und den USA kommen weiterentwickelte Roboterarme für die Palettierung und Aufteilung von Paketen zum Einsatz.

Der in Frankreich eingesetzte Pack Mover-Roboter hat ein Saugnapfsystem sowie eine Kamera und transportiert das jeweilige Paket zur Zielpalette. (Foto: ID Logistics)
Der in Frankreich eingesetzte Pack Mover-Roboter hat ein Saugnapfsystem sowie eine Kamera und transportiert das jeweilige Paket zur Zielpalette. (Foto: ID Logistics)
Anna Barbara Brüggmann

Eigenen Angabe zufolge möchte das Transport- und Logistikunternehmen ID Logistics die Robotisierung seiner Standorte weiter vorantreiben, um den Aufwand bei bestimmten Aufgaben zu verringern, die körperliche Belastung der Mitarbeitenden zu reduzieren und die Arbeitssicherheit zu erhöhen.

Aktuell seien deshalb an den Standorten weltweit 500 Roboter im Einsatz. Dies geschieht im Rahmen eines 2021 verabschiedeten Plans mit 10 CSR-Zielen der Gruppe. Ihm zufolge soll die Häufigkeit und Schwere von Arbeitsunfällen bis 2027 im Vergleich zu 2018 um 40 Prozent gesenkt werden.

Vor zwei Jahren wurde dazu ein Robotisierungsprogramms namens Roboost initiiert, mit dem Ziel, Roboterlösungen zu identifizieren, zu testen und einzusetzen, die die Ergonomie und Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter verbessern. Besonders weiterentwickelt wird dem Unternehmen zufolge der Einsatz von Roboterarmen.

Pack Mover

An zwei Standorten in Frankreich übernimmt der sogenannte Pack Mover-Roboter die automatisierte Palettierung und Aufteilung von Paketen unterschiedlicher Formate, um bis zu 12 Empfängerpaletten vorzubereiten.

Er ist mit einem Saugnapfsystem und einer Kamera ausgestattet und transportiert das jeweilige Paket zur Zielpalette. Bis zu 500 Pakete pro Stunde könne er ohne menschliches Eingreifen bearbeiten.

Six Axes

Und in den USA kommt der Co-Packing-Roboter Six Axes zum Einsatz, der das Palettieren erleichtern soll. Er verfügt - wie der Name vermuten lässt- über sechs Drehachsen.

Diese sollen, so die Angaben, eine Bewegungsflexibilität und damit Anpassungsfähigkeit an sämtliche Lagerkonfigurationen gewährleisten. Eine Saugvorrichtung erfasst die Pakete und erhält dem Kontraktlogistiker zufolge zugleich die Integrität der Pakete.

Six Axes eigne sich für die Montage homogener Paletten und könne Pakete bis zu sechs Kilogramm handhaben. Pro Stunde schaffe er bis zu 2.000 Pakete und eigne sich damit besonders für FMCG-Aktivitäten (FMCG=Fast Moving Consumer Goods).

Das Versprechen: Mehr Effizienz und Sicherheit

ID Logistics sieht in den Roboter-Helfern zahlreiche Vorteile: Zum Einen würden die Roboterarme bei körperlich belastenden manuellen Aufgaben unterstützen – mit einer Reduzierung des Arbeitsaufwands.

Zudem seien die Mitarbeiter weniger Muskel-Skelett-Erkrankungen ausgesetzt. Darüber hinaus minimiere die Automatisierung das Risiko von Unfällen im Zusammenhang mit der Handhabung schwerer Lasten insbesondere bei längerer Aktivität.

Infolge der Robotisierung könnten sich die Mitarbeiter ebenfalls auf Aufgaben mit höherer Wertschöpfung konzentrieren. Die Roboter sollen außerdem die Effizienz logistischer Abläufe erhöhen, Auftragsabwicklungszeiten minimieren, und die Servicequalität verbessern.

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