IAA: Wecon zeigt neues Verschiebesystem für Wechselbrücken

Der Wechselbrücken-Spezialist Wecon aus Ascheberg hat auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover sein "Innovatrain"-Verschiebesystem vorgestellt.
Zwei Luftbälge übernehmen die Hubarbeit, das seitliche Verschieben erfolgt hydraulisch. (Foto: R. Domina)
Zwei Luftbälge übernehmen die Hubarbeit, das seitliche Verschieben erfolgt hydraulisch. (Foto: R. Domina)
Robert Domina

Der Umschlag von Wechselbrücken von der Straße auf die Bahn und umgekehrt kann auf zweierlei Arten erfolgen: Üblicherweise bemüht man dazu den Container-Kran, was bis zu zehn Minuten dauern kann und pro Kranung zirka 30 Euro kostet. Aufgrund des Handlings und der Kostenstruktur lohnt sich deshalb die Bahnverladung erst ab einer gewissen Streckenlänge. Wecon versucht mit seiner Innovatrain-Verschiebetechnik nun neuen Schwung in den kombinierten Verkehr zu bringen.

Innovatrain beruht auf der Idee, die Wechselbrücke einfach von der Seite her auf den Waggon zu schieben. Voraussetzung dafür ist lediglich, dass der Lkw mit der Wecon-Innovatrain-Vorrichtung parallel zum Zug auf einem mindestens drei Meter breiten Stück Wegs stehen kann. Die Beschaffenheit des Untergrunds ist dabei zweitrangig: Die hydraulisch ausfahrbaren Stützen am „Mover“ richten die Brücke über ein optisches System automatisch zum Waggon aus. Dem Fahrer werden all diese Vorgänge über ein eigenes Display im Fahrerhaus angezeigt. Ist alles „grün“, wird die Wechselbrücke vorne und hinten per Fernbedienung entriegelt, angehoben und seitlich auf den Bahnwaggon verschoben.

Was sich einfach anhört, ist beste Ingenieursarbeit. Denn die Innovation verbirgt sich in den beiden fahrzeugseitig eingebauten Hebe- und Verschiebeschlitten: Darin sind jeweils zwei Luftbälge untergebracht, die die Hubarbeit übernehmen, das seitliche Verschieben erfolgt hydraulisch. Die üblicherweise auf den Bahnwaggons vorhandenen Führungs-Schienen stören bei diesem schnellen Umschlag mehr als sie nützen und werden mit einem waggonseitig anzubringenden Adapter-Rahmen überbaut. Dieser Umstand reduziert freilich die maximal mögliche Höhe der Behälter für den Bahntransport um 14 Zentimeter.

Der Wechselvorgang dauert mit dem Innovatrain-Train-System nur etwa ein Drittel der Zeit, verglichen mit einem Kranvorgang, und kostet nur ein Viertel. Laut Wecon sind mit dieser Kostenstruktur Bahn-Relationen bereits ab 60 Kilometer rentabel.

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