Huthi-Angriffe im Roten Meer: MSC-Containerschiff getroffen

(dpa) Seit Monaten feuert die Miliz im Jemen Raketen auf Schiffe im Roten Meer ab - und immer wieder gibt es Treffer. Nun wurde ein Schiff in Schweizer Besitz beschädigt.

Dieses Foto aus dem Weltall zeigt den Suezkanal, der das Mittelmeer (links) und das Rote Meer verbindet. (Foto: Fotoreport/dpa)
Dieses Foto aus dem Weltall zeigt den Suezkanal, der das Mittelmeer (links) und das Rote Meer verbindet. (Foto: Fotoreport/dpa)
Christine Harttmann

Die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen haben im Roten Meer erneut mehrere Antischiffsraketen abgefeuert und ein Containerschiff getroffen. Das Schiff mit dem Namen „MSC SKY II“ sei in Schweizer Besitz, teilte das Regionalkommando des US-Militärs am frühen Dienstagmorgen mit. Es sei unter liberianischer Flagge gefahren. Der Einschlag habe sich am Montagnachmittag im Golf von Aden ereignet. Es habe Schäden, aber keine Verletzten gegeben, hieß es. Das Schiff habe seine Fahrt fortsetzen können.

US-Militär führt Selbstverteidigungsschläge aus

Bereits zuvor sei eine weitere von den Huthi-Rebellen abgefeuerte Antischiffsrakete im südlichen Roten Meer ins Wasser gestürzt. Schäden oder Verletzungen auf Schiffen seien nicht gemeldet worden. Am Montagabend habe das US-Militär zudem Selbstverteidigungsschläge gegen zwei Marschflugkörper ausgeführt, die eine «unmittelbare Bedrohung» für Schiffe in der Region dargestellt hätten. Die Maßnahme diene «dem Schutz der Freiheit der Schifffahrt», schrieb das Regionalkommando zur Begründung.

Aus „Solidarität mit Hamas“

Die Huthi agieren nach eigenen Angaben aus Solidarität mit der islamistischen Hamas im Gazastreifen und wollen mit dem Beschuss von Handelsschiffen ein Ende der israelischen Angriffe im Gazastreifen erzwingen. Diese sind eine Reaktion auf den Terrorüberfall der Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober im israelischen Grenzgebiet.

Reedereien umfahren Rotes Meer immer öfters

Der Seeweg durch das Rote Meer und den Suezkanal ist eine der wichtigsten Handelsrouten weltweit. Wegen der Angriffe der vom Iran hochgerüsteten Huthi meiden große Reedereien zunehmend die kürzeste See-Verbindung zwischen Asien und Europa.

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