Hoyer: Logistikzentrum für Evonik geht in Betrieb

Gemeinsam feierten Evonik und Hoyer mit einer symbolischen Schlüsselübergabe im Juni 2022 die Inbetriebnahme des Logistikzentrums in Essen. Im Fokus steht Automatisierung und CO2-Reduktion.

Symbolische Schlüsselübergabe am neuen Standort in Essen. (Bild: Evonik)
Symbolische Schlüsselübergabe am neuen Standort in Essen. (Bild: Evonik)
Nadine Bradl

Die Hoyer Group, Unternehmen für den Transport und das Handling flüssiger Gefahrstoffe, betreibt ab sofort ein neues Logistikzentrum in Essen - ein Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen dem Logistiker und dem Spezialchemie-Unternehmen Evonik. Der Betrieb erfüllt dabei nach Firmenangaben höchste Sicherheitsstandards. Abläufe der Warenannahme, der Lagerung und Kommissionierung werden weitestgehend halb- und vollautomatisch umgesetzt. So sei der Warenfluss beispielsweise über die lückenlose Nachverfolgung der SSCC-18-Palettennummer digitalisiert worden. Das steigere die Effizienz in der Abwicklung und im Personaleinsatz und vereinfache sowie beschleunige die komplexe Wertschöpfungskette der chemischen Industrie.

„Wir verstehen die Herausforderungen unserer Kunden – und unterstützen sie mit maßgeschneiderten Lösungen dabei, diesen erfolgreich zu begegnen. Sicherheit und Effizienz setzen dabei die Parameter“, so Björn Schniederkötter, Chief Executive Officer der Hoyer Group. „Wir begrüßen es, dass Evonik unsere Wertvorstellungen teilt. Der neue Standort überzeugt neben einem dezidierten Schutz- und Präventionskonzept mit effizienten Arbeitslinien, State-of-the-Art-Equipment, intelligenter Software und energiesparender Ausstattung.“

Automatisierung im Fokus

Das neue Logistikzentrum ist das international größte Fertigproduktlager für palettierte Ware von Evonik. Und ein modernes noch dazu: Erstmals werden in einem Lager durch Hoyer fahrerlose Transportsysteme eingesetzt. Hinzu kommen halbautomatische Regalbediengeräte mit der Option, die Vollautomatisierung des Lagers voranzutreiben.

Platz für 18.000 Tonnen Produkte

Die Zuwege und Ablaufprozesse stimmte Hoyer im Detail mit Evonik ab. Der Industriebetrieb übergibt verschiedene Rohstoffe und Fertigprodukte des anliegenden Standorts über die Werksgrenzen ins Logistikzentrum, wo die Gebinde zentral eingelagert und für den Weitertransport kommissioniert werden. Der mengenmäßige Hochlauf auf den Zielfüllstand soll im zweiten Halbjahr 2022 erreicht sein. Auf 19.000 Quadratmetern Grundfläche bietet das Lager 27.000 Palettenstellplätze für 18.000 Tonnen Produkte, die dort softwaregestützt gelagert werden.

Direkte Anbindung senkt CO2-Ausstoß

Die präzise Planung und die unmittelbare Anbindung zwischen Produktions- und Lagerstätte sollen zudem einen Beitrag zu den Klimazielen von Evonik leisten: Allein durch die Lage des Logistikzentrums spart das Unternehmen nach eigenen Angaben circa drei Millionen Tonnenkilometer Transporte auf der Straße ein – dies entspricht rund 3.000 Lkw-Fahrten. Insgesamt werden dadurch 210 Tonnen CO2 weniger pro Jahr ausgestoßen. Im Lager selbst tragen die elektrifizierte Flotte an Flurförderfahrzeugen und die Energieeinsparung durch die Ausstattung des Standorts mit LED-Beleuchtung zur Nachhaltigkeit bei.

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