Hoyer Group: Lieber alternativ als konventionell

Der Bulk-Logistiker setzt beim Kauf neuer Fahrzeuge auf LNG- und CNG-Motoren. Die Staplerflotte wird elektrisch Staplerflotten

Setzt auf alternative ANtriebe: Die Hoyer Group setzt beim Kauf neuer Lkw auf den Gas-Antrieb. (Foto: Hoyer Group)
Setzt auf alternative ANtriebe: Die Hoyer Group setzt beim Kauf neuer Lkw auf den Gas-Antrieb. (Foto: Hoyer Group)
Christine Harttmann

Hoyer baut seine Flotte schrittweise mit LNG-Zugmaschinen sowie CNG-Fahrzeugen aus. Aktuell hat der internationale tätige Logistikdienstleister 25 Gasfahrzeuge im Einsatz, davon 12 LNG- und 13 CNG-Antrieb. Als Grund für den Flottenausbau nennt Hoyer Interesse an nachhaltigem Handeln – sowohl im eigenen Unternehmen als auch bei den Industriekunden. Ein großes Ziel der Hoyer Group sei, so die Pressemeldung, die größtmögliche Reduzierung des CO2-Fußabdrucks in allen Logistikprozessen.

Die mit Erdgas betriebenen Lkw sind derzeit für den Gas- und Mineralöltransport im Einsatz. Die erste Einheit wurde 2018 angeschafft, seitdem folgten weitere Modelle. „Wir wollen diese Flotte noch weiter ausbauen. Auch unsere Kunden haben großes Interesse daran, beim Thema Nachhaltigkeit gemeinsam voranzuschreiten“, erklärt Anna Krüger, Head of Business Development Gas der Hoyer Group.

„Die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks beschäftigt alle, und so versuchen wir, wo es möglich, sinnvoll und verfügbar ist, auch CNG, LNG oder Biokraftstoff als Alternative anzubieten.“

 

 Mit flüssigem Erdgas betriebene Motoren entwickeln im Vergleich zu Dieselmotoren etwa 10 bis 20 Prozent weniger CO2-Emissionen, bei Bio-LNG verringert sich der Ausstoß sogar um 90 Prozent. Das noch nicht flächendeckend ausgebaute Tankstellennetz für alternative Energien erschwert den Einsatz dieser Fahrzeuge derzeit jedoch noch. Zu erwarten ist aber, dass auch das Bio-LNG-Netzwerk in naher Zukunft weiter expandiert. Die stetige Verbesserung der Tankstelleninfrastruktur sowie die aktuell noch gültige Mautbefreiung in Deutschland verstärken den Trend zur Flottenvergrößerung in diese Richtung – trotz deutlich höherer Anschaffungs- und Wartungskosten im Vergleich zu Diesel-Pendants.

Während LNG bei leistungsstarken Zugmaschinen verwendet wird, handelt es sich bei dem Großteil der CNG-Fahrzeuge bei Hoyer um Transporter in der Klasse bis zu 7,5 t. Für geringe Reichweiten ist CNG auch im Schwerlastverkehr eine Option: Seit Mitte August setzt das Unternehmen daher eine CNG-Zugmaschine für die Mineralöllogistik für Kurzstrecken im Großraum Hamburg ein.

Aber auch die Elektrifizierung schreitet im Unternehmen fort – zumindest wenn es um die Staplerflotte geht. Die ist inzwischen zum Großteil mit Lithium-Ionen-Technik ausgestattet und kommt vor allem in der Werklogistik zum Einsatz. Mit der Li-ION-Technologie entfällt der Batteriewechsel, da die Akkus auch in kurzen Arbeitspausen zwischengeladen werden können. Die in den Staplern verbauten Energiespeicher haben eine durchschnittliche Lebensdauer von zehn Jahren.

Auch beim Energieträger Wasserstoff beobachtet Hoyer die Entwicklung. „Wir gehen davon aus, dass zukünftig auch wasserstoffbetriebene Zugmaschinen eine Rolle spielen werden, da diese emissionsfrei arbeiten. Was allerdings bisher noch nicht vorliegt, ist die Gefahrgutzulassung, die für Hoyer essenziell ist“, erklärt Johan Witteveen, Procurement Manager. Das Unternehmen ist jedoch bereits im Gespräch mit relevanten Fahrzeugherstellern.

Printer Friendly, PDF & Email
Symboldbild Transportjobs

Mehr als 750 aktuelle Jobangebote aus der Transportbranche, vom Lkw-Fahrer über Fuhrparkmanager bis zu Disposition, Teamleitung und vieles mehr mit individueller Suchfunktion und Kartenansicht bieten wir Ihnen ab sofort in unserem Job-Bereich: Ihr nächster Schritt auf der Karriereleiter?

Alle Transport-Jobs anzeigen »