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HHLA: Weniger Containerumschlag, mehr Intermodaltransporte

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat im Geschäftsjahr 2015 deutlich weniger Container als 2014 umgeschlagen. Die Intermodalgesellschaften legten hingegen zu.
Foto: HHLA
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Torsten Buchholz

Insgesamt erreichte die HHLA 2015 einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro. Das waren 4,8 Prozent weniger als im Vorjahr 2014. Betriebsergebnis (Ebit) belief sich auf 156,5 Millionen Euro und sank damit um 7,5 Prozent. Der Konzernjahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter hingegen konnte um 13,2 Prozent auf 66,7 Millionen Euro deutlich zulegen.

Der wasserseitige Containerumschlag auf den Terminals der HHLA ging um 12,3 Prozent auf 6,6 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer) zurück. Die Intermodalgesellschaften der HHLA konnten dagegen die Menge der transportierten Container um 2,7 Prozent auf 1,3 Millionen TEU steigern. Die Wachstumstreiber waren dabei erneut laut HHLA die Bahngesellschaften Metrans und Polzug, die beim Containertransport um 5,3 Prozent zulegen konnten.

Der Jahresüberschuss des Teilkonzerns Hafenlogistik nach Anteilen anderer Gesellschafter stieg um 12,8 Prozent auf 58,9 Millionen Euro. Vorstand und Aufsichtsrat der HHLA schlagen der Hauptversammlung am 16. Juni 2016 daher eine Dividende je dividendenberechtigter A-Aktie von 0,59 Euro vor. Das wären 13,5 Prozent mehr als für das Geschäftsjahr 2014. Insgesamt plant die HHLA für 2015 eine Ausschüttung von 46,0 Millionen Euro an die Anteilseigner des börsennotierten Teilkonzerns Hafenlogistik und des nicht börsennotierten Teilkonzerns Immobilien.

„Wir sehen uns durch die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2015 erneut in unserer Strategie bestätigt, das Segment Intermodal als zweites starkes Standbein neben das Segment Container zu stellen und weiter auszubauen“, sagt HHLA-Vorstandsvorsitzender Klaus-Dieter Peters. Die Bahnaktivitäten würden inzwischen wesentlich zu Ergebnis und Stabilität des Konzerns beitragen. Peters: „Die anspruchsvollen Rahmenbedingungen – das schwache weltweite Wachstum von Wirtschaft, Handel und Containerumschlag, die reduzierte Wachstumsdynamik der chinesischen Volkswirtschaft, die tiefe Rezession in Russland und die Wirtschaftskrise in der Ukraine, wo wir durch Marktanteilsgewinne den Umschlagrückgang an unserem Container Terminal Odessa dämpfen konnten, – machten sich beim wasserseitigen Containerumschlag insbesondere unserer Hamburger Terminals bemerkbar. Hinzu kamen anhaltende Infrastrukturdefizite, die vor dem Hintergrund eines nochmals verschärften Wettbewerbs und weiterer Kapazitätszuflüsse zu Mengenverlusten führten.“

Für das Geschäftsjahr 2016 rechnet die HHLA beim Containerumschlag mit einer Menge im Bereich des Vorjahres und beim Containertransport ein weiteres Mal mit einer Mengensteigerung. Die Umsatzerlöse auf Konzernebene werden auf Vorjahresniveau erwartet. Das Betriebsergebnis (Ebit) des Konzerns werde sich nach einem einmaligen Konsolidierungsaufwand im Segment Logistik voraussichtlich in einer Bandbreite von 115 bis 145 Millionen Euro bewegen, so die HHLA.

„Um die sich uns bietenden Chancen gezielt zu nutzen und um einseitige Abhängigkeiten und Risiken zu reduzieren, haben wir mit unserer Diversifizierungsstrategie zukünftig für den Konzern mehrere tragende Säulen im Blick“, kündigt Peters an. Zum einen will man am Standort Hamburg die Marktführerschaft behaupten und ausbauen. Peters: „Dafür werden wir die Ertüchtigung unserer Containerterminals für die Abfertigung besonders großer Schiffe fortsetzen und unsere Produktivität durch weitere Automatisierung und Optimierung von Prozessen steigern.“ Zudem will die HHLA das Netzwerk der Intermodalgesellschaften mit neuen Verbindungen und Standorten für europäische Hafenhinterland- und Kontinentalverkehre erweitern. Im Jahr 2015 habe der Konzern mehr als 50 Prozent seiner Investitionen in den Ausbau der Bahngesellschaften einfließen lassen. Diese hätten mit eigenem rollenden Material und mit ihren eigenen Hub- und Inlandterminals eine hohe Wertschöpfung erzielt. Derzeit investiert die HHLA in einen weiteren Hub-Terminal in Budapest. „Zum Dritten streben wir ein beschleunigtes horizontales Wachstum durch eine erweiterte Regional- und Produktstrategie an. Wir werden unsere Suche nach attraktiven Hafenprojekten in Wachstumsmärkten intensivieren und Chancen konsequent nutzen“, erklärt Peters.

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