HHLA: Übernahme der Umschlaganlage im Seehafen Triest

Die Hamburger Hafen und Logistik AG hat das Terminal PLT Italy im Adria-Hafen Triest übernommen.

Die HHLA PLT Italy geht planmäßig an den Start. Foto: © 2020 Maxar Technologies © 2020 TerraMetrics © 2020 Google; Data: SIO, NOAA, U.S. NAVY, NGA, GEBCO
Die HHLA PLT Italy geht planmäßig an den Start. Foto: © 2020 Maxar Technologies © 2020 TerraMetrics © 2020 Google; Data: SIO, NOAA, U.S. NAVY, NGA, GEBCO
Daniela Kohnen

Die Triester Multifunktions-Terminalanlage „Piattaforma Logistica Trieste” (PLT) im italienischen Seehafen von Triest ist am gestrigen Donnerstag zu 50,01 Prozent an die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) übergegangen. Damit firmiert diese künftig unter dem Namen HHLA PLT Italy und soll voraussichtlich im Februar den erweiterten Betrieb aufnehmen, teilte die HHLA gestern mit. Angela Titzrath, Vorstandsvorsitzende der HHLA:

„Wir freuen uns, dass die Mehrheitsbeteiligung nun vollständig abgeschlossen ist. Bei der Vertragsunterzeichnung am 28. September vergangenen Jahres in Triest gab es enormen Zuspruch insbesondere aus Italien für unser Engagement in dem Adria-Hafen. Seither arbeitet ein Team von HHLA International intensiv an der Integration der Triester Terminalanlage in den HHLA-Konzern. Gemeinsam mit unseren italienischen Partnern und der motivierten Belegschaft wollen wir HHLA PLT Italy zu einem bedeutenden südlichen Knotenpunkt innerhalb unseres Hafen- und Intermodal-Netzwerks ausbauen.“

Die Terminalanlage der HHLA PLT Italy liegt innerhalb der Freihafenzone von Triest und verfügt über eine Gesamtfläche von 27 Hektar. Im Norden der Anlage werden vorrangig Stückgutverkehre abgefertigt und logistische Dienstleistungen erbracht.

Im Süden entsteht laut HHLA das neue Herzstück des Terminals. An dem neu erschlossenen Areal am seeschifftiefen Wasser sollen künftig Container- und RoRo-Verkehre abgefertigt werden. Die dafür erforderliche Flächenherrichtung sowie die systemischen, technischen und personellen Voraussetzungen wurden bereits geschaffen, so die Hamburger Hafen und Logistik AG.

Für den RoRo-Umschlag steht eine Rampe mit einer Breite von 35 Metern zur Verfügung, um die neueste Generation von im Mittelmeer eingesetzten RoRo-Schiffen abzufertigen. Der Containerumschlag soll seeseitig mit Hafenmobilkränen und im Lager mit Reach Stackern erfolgen. Ein erster Hafenmobilkran wurde bereits installiert. Die Auslieferung eines weiteren baugleichen Krans soll im ersten Quartal 2021 erfolgen. Für den Lagerumschlag wurden zusätzlich zum bestehenden Umschlaggerät vier öko-effiziente Reach Stacker geordert, deren Auslieferung ebenfalls für das erste Quartal erwartet wird. Francesco Parisi, CEO der Francesco Parisi Group, einer der Mitgesellschafter von HHLA PLT Italy:

„Wir freuen uns sehr, die HHLA nun an Bord zu haben. Das bietet PLT und dem Hafen von Triest eine sehr vielversprechende Wachstumsperspektive. Wir bedanken uns bei der HHLA für die intensive Unterstützung, die PLT bereits in den vergangenen Monaten erhalten hat. Das ist ein großer Ansporn, gemeinsam weiter hart daran zu arbeiten, dass dies eine Erfolgsgeschichte wird.“

Die strategische Lage des Adria-Hafens Triest bietet für den Hinterlandverkehr Wachstumspotenzial. Das Multifunktions-Terminal verfügt über einen eigenen Bahnanschluss. Zudem verbindet die HHLA-Bahntochter Metrans den Hafen Triest bereits mit ihrem europäischen Intermodel-Netzwerk.

Als nördlichster Hafen im Mittelmeer ist Triest das südliche Tor für Zentral- und Osteuropa. Der wachstumsstarke Markt soll laut HHLA gute Entwicklungsmöglichkeiten bieten, um an neuen und sich verändernden Ladungsströmen zu partizipieren und diese aktiv mitzugestalten.

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