Hellmann: Alternative Flotte wächst weiter

Zwei 40-Tonner von Volvo erweitern die Flotte von Hellmannn Worldwide Logistics, bis zum Sommer sollen zudem vier 16-Tonner folgen. Und auf der Langstrecke kommt Bio-LNG zum Einsatz…

Der neue voll elektrisch betriebene 40-Tonner vor der Hellmann-Zentrale in Osnabrück. (Foto: Hellmann)
Der neue voll elektrisch betriebene 40-Tonner vor der Hellmann-Zentrale in Osnabrück. (Foto: Hellmann)
Anna Barbara Brüggmann

Das Logistikunternehmen Hellmann Worldwide Logistics möchte eigenen Angaben zufolge weiterhin auf einen Mix aus alternativen Antrieben setzen.

Zum einen wurden zwei neue voll elektrisch betriebene 40-Tonner Wechselbrücken-Züge von Volvo inklusive Ladeinfrastruktur in Betrieb genommen. Bis zum Sommer sollen zudem vier weitere Verteilerfahrzeuge (16-Tonner) in die E-Lkw-Flotte aufgenommen werden.

Lade-Infrastruktur

Die beiden 40-Tonner werden auf der mittleren Meile eingesetzt, zunächst vor allem auf Strecken zwischen den beiden großen Hellmann Road-Standorten Osnabrück und Bremen, heißt es. Sie sollen pro Tag zwischen 550 und 700 Kilometer zurücklegen - auf Grundlage des Ladekonzepts.

Um die E-Trucks im Zweischichtbetrieb einsetzen zu können, werde parallel eine eigene Lkw-taugliche 300 kW-Lade-Infrastruktur samt Pufferspeicher aufgebaut.

Ab Sommer sollen dann auch die vier vollelektrisch betriebenen 16-Tonner zur Verfügung stehen - Ziel sei, künftig auch im Zustellverkehr in den stadtnahen Gebieten zunehmend emissionsfrei zu beliefern.

LNG-Trucks

Zusätzlich zur Elektrifizierung der Flotte setzt das Unternehmen auf der Langstrecke auf Bio-LNG als Alternative zu herkömmlichen Diesel-Lkw.

Das Bio-LNG bezieht stammt den Angaben zufolge komplett aus organischen Reststoffen wie Gülle und Mist sowie aus regionaler Produktion beispielsweise von Vertragspartnern wie Q1.

Bis Mitte 2024 soll mehr als ein Drittel aller Hellmann-Lkw mit alternativen Kraftstoffen betrieben werden, so das verkündete Ziel.

„Mit der Anschaffung der beiden Elektro-40-Tonner und der entsprechenden Ladeinfrastruktur gehen wir den nächsten konsequenten Schritt, um die Entwicklung zu einer deutlichen Senkung der CO2-Emissionen im Straßengüterverkehr voranzutreiben“, so Jens Wollesen, Chief Operating Officer, Hellmann Worldwide Logistics.

Ihm zufolge gehe es nicht um kurzfristige Rentabilität, sondern darum, Technologien weiterzuentwickeln und wettbewerbsfähig zu machen.

„Dank niedriger Geräuschpegel und null Abgasemissionen gehört die Zukunft der Elektromobilität und nachhaltigen Kraftstoffen. Unser Ziel ist es deshalb, operative Erfahrungen im Bereich der E-Mobilität zu sammeln, um auf der Basis schnellstmöglich unsere Flotte umzurüsten“, erklärt Jonathan Adeoye, Chief Operating Officer Road Germany & West Europe, Hellmann Worldwide Logistics.

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