Harder Logistics 2021 klimaposititiv?

Schneller als erwartet arbeitet der Neu-Ulmer Betriebsverlagerer klimaneutral. Nun will er klimapositiv werden.

Schadstoffneutral betreibt Harder Logistics unter anderem seinen Smart | Abb.: Harder Logistics
Schadstoffneutral betreibt Harder Logistics unter anderem seinen Smart | Abb.: Harder Logistics

Gute Nachrichten aus Neu-Ulm: Nachdem Harder Logistics seine nationalen wie internationalen Klimaziele 2020 sehr vorzeitig erreicht hat, will das Unternehmen seinen CO2-Austoß weiter auswerten, ausgewählten Initiativen beitreten, in Klimaschutzprojekte investieren und noch 2021 klimapositiv werden.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Innerhalb weniger Wochen sagten die Initiativen, bei denen sich das Unternehmen beworben hatte, zu. Der geschäftsführende Gesellschafter Marcello Danieli gibt sich zuversichtlich:

„Wir sind positiv überrascht, wie pragmatisch und unbürokratisch es möglich ist, sich auch überbetrieblich zur Nachhaltigkeit zu bekennen und sich für diese zu engagieren. Der Fokus der Initiativen, denen wir beigetreten sind, ist bewusst unterschiedlich gewählt.“

Namhafte Initiativen

In der Tat kooperiert Harder Logistics mit renommierten Klimaschutzpartnern:

  • WIN-Charta mit regionalem Fokus auf Unternehmen aus Baden-Württemberg
  • Allianz für Entwicklung und Klima, ein bundesweites Bündnis zwischen Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und dem Privatsektor
  • United Nations Global Compact: weltweite Initiative der Vereinten Nationen UN für verantwortungsvolle Unternehmensführung
  • Nachhaltigkeitsberatung Fokus Zukunft – Zertifikat klimaneutrales Unternehmen 2020

Bäume für Uruguay

Um die Klimastrategie festzuzurren, bilanzierte das Unternehmen zunächst seinen jährlichen Ausstoß an Treibhausgasen und kam – zertifiziert durch Consultants von Fokus Zukunft – auf 519 Tonnen CO2. Verglichen mit ähnlich großen Unternehmen ergab dies mit 7,99 Tonnen CO2e pro Mitarbeiter eine Kennzahl im mittleren Bereich, so Danieli:

„Durch Erwerb von 519 Klimaschutzzertifikaten haben wir den Wert für 2020 ausgeglichen. Mit diesen Zertifikaten unterstützen wir ein Baumpflanzprojekt in Uruguay. Für das kommende Jahr streben wir Klimaneutralität beziehungsweise Klimapositivität aus eigener Kraft an.“

Charta fürs „Ländle“

Am 22. April will Danieli in Stuttgart die WIN-Charta mit zwölf formulierten Leitsätzen nachhaltigen Wirtschaftens unterzeichnen. Die WIN-Charta des Landes Baden-Württemberg ist bislang bundesweit das einzige Nachhaltigkeitsmanagementsystem speziell für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Bereits seit Januar 2020 beteiligt sich das Unternehmen mit fast 500 Gleichgesinnten an der bundesweiten „Allianz für Entwicklung und Klima“. Diese Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) will CO2-Emissionen vermeiden, kompensieren und Klimaschutzprojekte in Schwellen-und Entwicklungsländern fördern.

Weltweit aktiv bei United Nations Global Compact

Den zusätzlichen Beitritt zu United Nations Global Compact, der weltweiten Initiative der Vereinten Nationen UN für verantwortungsvolle Unternehmensführung, begründet Danieli wie folgt:

„Als Betriebsverlagerer sind wir global für unsere Kunden unterwegs, deshalb haben wir den Anspruch, dass wir unsere Nachhaltigkeitsstrategie auch grenzüberschreitend leben.“

Auf Basis zehn universeller Grundsätze und Sustainable Development Goals erstrebt United Nations Global Compact eine inklusive, nachhaltige Weltwirtschaft zum Nutzen aller Menschen, Gemeinschaften und Märkte.

Nachhaltig Homeboy

Im Interesse von nachhaltigem Klimaschutz bezieht Harder Logistics schon seit Jahren ausschließlich Naturstrom für seinen Standort in Neu-Ulm. Die moderne Fahrzeugflotte gehört der Schadstoffklasse Euro 5 oder höher an; weiteres Equipment arbeitet bereits schadstoffneutral. Hierzu zählen Elektro-Fahrzeuge, Elektro-Stapler, elektrisch betriebene Außenaufzüge sowie ein elektrischer Industriekran, der bis zu 20 Tonnen Gewicht heben kann.

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