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Hamburg: Seegüterumschlag im Hafen schrumpft

Um 4,8 Prozent ist in den ersten neun Monaten des Jahres der Seegüterumschlag in Hamburg zurückgegangen. Insgesamt 104,6 Millionen Tonnen verluden und entluden die Reeder im Hafen.
(Foto: Hafen Hamburg Marketing)
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Christine Harttmann

Auch wenn der Massengutumschlag in den ersten drei Quartalen mit insgesamt 34,3 Millionen Tonnen ein Plus von 8,7 Prozent erzielte, fing das den Rückgang beim Stückgutumschlag nicht auf. Die Einbußen beim Containerumschlag fielen ebenfalls deutlich aus. Er schrumpfte um 9,2 Prozent auf damit 6,7 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer).

Die beiden Vorstände von Hafen Hamburg Marketing (HHM), Axel Mattern und Ingo Egloff, betonten anlässlich des Hafen Hamburg Quartalspressegesprächs, dass neben dem Einbruch im Russlandverkehr vor allem die schwache Umschlagentwicklung im Containerverkehr mit China starken Einfluss auf das Umschlagergebnis hatte. Die in diesem Zeitraum in Hamburg abgefertigten 1,9 Millionen TEU bedeuten einen Rückgang von 14,9 Prozent.

„Da China unser stärkster Handelspartner im Containerverkehr ist und große Mengen der Container auch als Transhipment in den Ostseeraum via Hamburg transportiert werden, ist dieser Rückgang für den Hamburger Hafen schmerzlich“, sagt Mattern. Hinzu komme, dass die Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe fehle. Hinzu komme, dass die Zahl besonders großer Containerschiffe mit 10.000 bis 13.999 TEU Stellplatzkapazität in den ersten neun Monaten um fast 20 Prozent auf 394 Anläufe anstieg, die Größenklasse ab 14.000 TEU Stellplatzkapazität verdoppelte sich auf 88 Anläufe.

Als sehr schmerzlich erweist sich außerdem der Einbruch im Containerverkehr mit Russland. Die 323.000 TEU bedeuten Minus von 36 Prozent. Der Hafenbetreiber führt das auf die anhaltenden Handelssanktionen in Kombination mit einem schwachen Rubel, dem niedrigen Ölpreis und der insgesamt in Russland fortschreitenden wirtschaftlichen Rezession zurück.

„Der Rückgang im Containerverkehr mit Russland in einer Größenordnung von mehr als einem Drittel trifft uns besonders hart, weil die Großzahl der Russland-Container im Transhipment via Hamburg auf oder von Großcontainerschiffen umgeschlagen werden“, sagt Mattern. Eine Erholung sei in nächster Zeit kaum zu erwarten. Der Vorstand geht aber davon aus, dass sich der Containerumschlag mit Russland jetzt stabilisiert.

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