Hamburg: Nachwuchs gewinnen in Zeiten der Corona-Pandemie

Damit Unternehmen mit angehenden Azubis zusammenkommen, hat die Logistik-Initiative Hamburg für den Nachwuchs ein virtuelles „Speed-Dating“ mit Fokus Logistik organisiert.

Weil Präsenz-Veranstaltungen während der Corona-Pandemie nicht möglich sind, verlegte die Logistik-Initiative die Azubi-Suche ins Internet. (Foto: Logistik-Initiative Hamburg)
Weil Präsenz-Veranstaltungen während der Corona-Pandemie nicht möglich sind, verlegte die Logistik-Initiative die Azubi-Suche ins Internet. (Foto: Logistik-Initiative Hamburg)
Christine Harttmann

Bei der Suche nach neuen Auszubildenden sind Unternehmen augenblicklich auf kreative Lösungen angewiesen. Die Logistik-Initiative Hamburg hat eine solch angeboten und das erste Virtuelle Azubi-Speed-Dating mit Branchenfokus Logistik organisiert. Via Webkonferenz konnten sich Unternehmen und Jugendliche gegenseitig kennen lernen. Den Rahmen für den virtuellen Event bot der bundesweite Aktionstag „Tag der Logistik“, der im Corona-Jahr 2020 ebenfalls ins Internet verlegt worden war.

Aufgrund des Corona- Virus seien derzeit sämtliche Schulen geschlossen und Ausbildungsmessen abgesagt, so Logistik-Initiative Hamburg. Es sei daher sowohl für Bewerberinnen und Bewerber, als auch für Ausbildungsunternehmen schwierig miteinander in Kontakt zu treten. Mit ihrer Jugendmarke „Logistik Lernen Hamburg“ wollen die Organisatoren ihre Mitgliedsunternehmen aus der Logistikbranche mit vielfältigen Aktivitäten bei ihrer Suche nach geeignetem Nachwuchs unterstützen. „Es ist für Unternehmen wichtig, auch in dieser wirtschaftlich schwierigen Phase, den Blick perspektivisch in die Zukunft zu richten und junge Menschen weiter auszubilden“, erklärt Michael Appich, Projektmanager Personal & Qualifizierung bei der Logistik-Initiative Hamburg. Gerade in Krisenzeiten sei es wichtig den Nachwuchs weiter im Blick zu haben, um die Unternehmen nachhaltig gut aufzustellen.

Insgesamt sieben Mitgliedsunternehmen und eine Berufliche Schule beteiligten sich beim virtuellen Azubi-Speed-Dating und stellten in jeweils 15 Minuten ihre aktuell zu besetzenden Ausbildungs- und Studienangebote vor, standen für Fragen zur Verfügung und nahmen über direkten Datenversand erste Kurzbewerbungen entgegennehmen.

„Kommunikationsformen entwickeln sich immer weiter. Auch wenn der direkte, persönliche Austausch bei Fr. Meyer’s Sohn noch immer an erster Stelle steht, sind digitale Formate wie Videokonferenzen, Messenger oder ein Social Intranet auf globaler Ebene nicht mehr wegzudenken. Insbesondere heutige Auszubildende wachsen mit digitalen Möglichkeiten auf und können diese bei uns nutzen und auch weiterentwickeln.“, so Ruth Elvers, Junior HR Manager bei Fr. Meyer's Sohn.

Das virtuelle Azubi-Speed-Dating stieß auch bei den Hamburger Schulen auf großes Interesse. In einer Zeit, in der viele Unternehmen in Kurzarbeit gehen und Abschlussprüfungen verschoben werden, ist der Übergang Schule-Beruf mit vielen Unwägbarkeiten verbunden. Pro Vortrag wählten sich durchschnittlich zehn bis zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein und nutzten die Gelegenheit, um sich über die beruflichen Karrieremöglichkeiten in den Unternehmen zu informieren.

„Ich halte dieses virtuelle Format in der jetzigen Corona-Situation für überaus sinnvoll und hilfreich. Für die Schülerinnen und Schüler ist es aktuell nicht einfach, Kontakte zu Ausbildungsbetrieben zu knüpfen und sich dort zu bewerben. Auf Videokonferenzen sind die Abschlussklassen ohnehin im aktuellen Homeschooling vorbereitet. Daher habe ich dieses Format voll und ganz unterstützt.", erklärt Dr. Andreas Franke-Thiele, Koordinator für Berufliche Orientierung in der Oberstufe an der Ida-Ehre-Schule in Hamburg.

An dem Virtuellen Azubi-Speed-Dating beteiligten sich die Logistik-Initiative Hamburg und ihre Partnerunternehmen Kühne + Nagel, die DB Schenker Deutschland AG, Kopf & Lübben, Fr. Meyers Sohn, RabenTrans European Germany, Trailer Lloyd Fahrzeugvermietung, Shotlogistics sowie die Berufliche Schule für Spedition, Logistik & Verkehr.

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