Hamburg: Hafenwirtschaft nennt neue Köhlbrandquerung „dringend erforderlich“

(dpa) Über die Köhlbrandbrücke fahren täglich rund 38.000 Fahrzeuge, davon knapp 40 Prozent Lkw. Umso wichtiger ist es aus Sicht des Unternehmensverbandes, dass die Querung leistungsfähig ist und den verkehrlichen Anforderungen der Zukunft Rechnung trägt.

Handlungsbedarf besteht, weil die Köhlbrandbrücke mit einer Durchfahrtshöhe von gut 50 Metern den künftigen Anforderungen nicht mehr genügen dürfte. (Foto: Pixabay)
Handlungsbedarf besteht, weil die Köhlbrandbrücke mit einer Durchfahrtshöhe von gut 50 Metern den künftigen Anforderungen nicht mehr genügen dürfte. (Foto: Pixabay)
Christine Harttmann

Ohne eine neue Köhlbrandquerung steht aus Sicht der Hamburger Hafenwirtschaft die Zukunft des größten deutschen Seehafens auf dem Spiel. Die Köhlbrandbrücke sei aufgrund ihres Alters und der hohen Belastung nur noch eingeschränkt nutzbar, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg (UVHH) vom Dienstag.

Erhalt der Brücke? Eine "abstruse Idee"

„Ohne eine leistungsfähige Querung, die den verkehrlichen Anforderungen der Zukunft Rechnung trägt, wird der Hafen seine Funktion nicht mehr erfüllen können.“

Umweltsenator Jens Kerstan (Bündnis 90/Die Grünen) hatte einen Erhalt der Brücke ins Spiel gebracht. SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf hatte daraufhin von einer „abstrusen Idee“ des Senators gesprochen.

Hauptschlagader des Hafens

Der Verband, der die im Hafen ansässigen Unternehmen vertritt, nannte die in die Jahre gekommene Brücke eine „Hauptschlagader des Hamburger Hafens“, die mit steigender Tendenz täglich von rund 38.000 Fahrzeugen genutzt werde, davon knapp 40 Prozent Lkw.

Für Lkw gebe es ein Abstandsgebot und Überholverbot, die Schifffahrt sei durch die Durchfahrtshöhe limitiert. Der Verband erinnerte die rot-grüne Hamburger Koalition daran, dass eine leistungsfähige Köhlbrandquerung in deren Koalitionsvertrag von 2020 enthalten sei.

Planungen werden überarbeitet

Die Köhlbrandbrücke verbindet seit 1974 die westlichen Hafengebiete mit denen der Elbinsel Wilhelmsburg. Gleichzeitig stellt sie den Anschluss des Hafens an die Autobahnen nach Flensburg, Kiel, Hannover und Bremen her.

Mit einer Durchfahrtshöhe von gut 50 Metern dürfte die Brücke den künftigen Anforderungen nicht mehr genügen, weshalb sie nach bisherigen Planungen bis 2036 ersetzt werden soll. Bisher ging der Senat von einer Tunnellösung als Ersatz aus. Derzeit werden die Planungen jedoch überarbeitet.

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