Hamburg: 15 eSprinter für Hermes

In Hamburg hat Mercedes ersten 15 eSprinter aus der Serienfertigung an Hermes übergeben. Der Logistikdienstleister hatte gehörte schon 2019 zu den ersten Abnehmern des eVito-Serienmodells.

Die Integration 15 eSprinter sei Teil einer strategischen Partnerschaft, die seit 2017 zwischen Mercedes-Benz Vans uns Hermes besteht. (Foto: Daimler AG)
Die Integration 15 eSprinter sei Teil einer strategischen Partnerschaft, die seit 2017 zwischen Mercedes-Benz Vans uns Hermes besteht. (Foto: Daimler AG)
Christine Harttmann

Mit den 15 zusätzlichen Elektro-Vans ist der Paketdienstleister laut einer Mitteilung auf fast jeder fünften Tour in der Hansestadt elektrisch unterwegs. Die Integration der Fahrzeuge sei Teil einer strategischen Partnerschaft, die seit 2017 zwischen Mercedes-Benz Vans uns Hermes besteht. Neben der Entwicklung und dem Betrieb von batterieelektrisch angetriebenen Fahrzeugen gehörte dazu auch, ein Konzept für eine effiziente Ladeinfrastruktur in den Logistikzentren von Hermes zu entwickeln. Außerdem sollten IT-Dienste erarbeitet werden, mit denen sich die Elektroflotte steuern und in die täglichen Betriebsabläufe einbinden lässt.

Aktuell sind in dem Hamburger Hermes-Zentrum 42 Ladestationen installiert. Für den Aufbau dieses Ökosystems rund um die Elektro-Transporter seien, so heißt es, umfangreiche Erprobungsfahrten notwendig. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse seien dann in den weiteren Ausbau des elektrischen Zustell-Netzwerkes eingeflossen.

Benjamin Kaehler, der als Leiter eDrive@VANs bei Mercedes-Benz Vans für die Entwicklung der Elektrofahrzeuge verantwortlich ist, spricht im Zusammenhang mit der Partnerschaft von Customer Co-Creation:

„Gemeinsam mit unseren Kunden neue, innovative und branchenspezifische Lösungen entwickeln.“

 

 

Wie Kaehler weiter erklärt, sind Erkenntnisse aus der bisherigen Zusammenarbeit mit Hermes auch in die Entwicklung des ersten eSprinter aus der Serienproduktion eingeflossen. Mit dem Ergebnis ist auch Hermes Deutschland-Chef Marco Schlüter zufrieden:

„Wir sind stolz, unseren Bestand an E-Fahrzeugen in Hamburg um die ersten eSprinter aus der Serienfertigung zu erweitern und diese nun aktiv in der Zustellung einzusetzen. Die neuen Modelle vereinen Nachhaltigkeit und Effizienz gleichermaßen auf sich. 2020 werden wir auch in anderen Regionen Deutschlands weitere elektrisch betriebene Transporter auf die Straßen bringen.“

Hermes hat die Fahrzeuge exklusiv über die Mercedes-Benz Bank über einen Zeitraum von 36 Monaten inklusive einem ServiceCare Komplettservice-Paket geleast. Dieser beinhaltet alle Reparaturen und Wartungsumfänge inklusive Verschleißteile und vorbeugende Instandsetzung und ermöglicht mit dem Mercedes-Benz Vertriebs- und Servicenetz einen Rund-um-die-Uhr-Service.

Die an Hermes gelieferten eSprinter werden in Düsseldorf produziert. Es sind Kastenwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.500 Kilogramm in Hochdachausführung. Ihr Elektroantrieb treibt die Vorderräder an und leistet 85 kW mit einem Drehmoment von bis zu 300 Newtonmeter. Der eSprinter lässt sich gezielt nach Anwendungszweck konfigurieren – je nachdem ob eine größere Reichweite oder eine höhere Nutzlast priorisiert wird. Die an Hermes übergebenen Fahrzeuge besitzen eine nutzbare Batteriekapazität von 47 kWh (installiert: 55 kWh) mit einer Reichweite von 168 Kilometern und einer maximalen Zuladung von 891 Kilogramm. Die integrierte Schnellladefunktion soll es möglich machen, dass die Batterie innerhalb von etwa 25 Minuten von zehn Prozent auf 80 Prozent nachgeladen werden kann. Das Ladevolumen von elf Kubikmetern ist uneingeschränkt nutzbar, da die Batterien im Unterboden verbaut sind.

Mit dem eSprinter steht den Kunden zudem ein weiteres konnektivitätsfähiges Elektrofahrzeug zur Verfügung, da er serienmäßig über das eingebaute Konnektivitätsmodul verfügt. Somit können die Vorteile des digitalisierten eVan Management auch für den eSprinter genutzt werden. Der Mercedes Pro Connect Dienst „Ferngesteuertes Lademanagement“ bietet beispielsweise die Möglichkeit der Vorklimatisierung, damit der Fahrzeuginnenraum bereits vor dem Start angenehm temperiert werden kann, ohne dass dies zu Lasten der Reichweite geht.

Wesentliche Unterstützung erfährt die Zusammenarbeit von Mercedes-Benz und Hermes durch Zukunft.de („Zustellverkehre kundenfreundlich, nachhaltig, flexibel und transparent. Durch Emissionsfreiheit“), ein unter der Leitung Hamburgs (Projektleitstelle hySolutions) über die drei Bundesländer Baden-Württemberg, Hamburg und Hessen umgesetztes Vorhaben zur Elektrifizierung der Paketauslieferung auf der sogenannten „letzten Meile“. Dieses Projekt wird durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Umsetzung der zugrundeliegenden Förderrichtlinie wird von der NOW Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie koordiniert.

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