Halbjahreszahlen: Hapag-Lloyd steigert Gewinn deutlich

Trotz deutlich gesunkener Volumina im zweiten Quartal verbucht die Hapag-Lloyd-Reederei ein Halbjahresergebnis über Vorjahr ab.

Volumina im zweiten Quartal sinken deutlich, dennooch trotzt Hapag-Lloyd im ersten Halbjahr 2020 der Corona-Krise. (Foto: Hapag-Lloyd)
Volumina im zweiten Quartal sinken deutlich, dennooch trotzt Hapag-Lloyd im ersten Halbjahr 2020 der Corona-Krise. (Foto: Hapag-Lloyd)
Christine Harttmann

Mit einem Ebit von 511 Millionen Euro – vor Zinsen und Steuern – und übertrifft Hapag-Lloyd im ersten Halbjahr 2020 das Ergebnis des Vorjahres von 389 Millionen Euro deutlich. Das Konzernergebnis verbesserte sich auf 285 Millionen Euro. Rolf Habben Jansen, Vorstandsvorsitzender der Hapag-Lloyd AG, zeigt sich zufrieden:

„Nach einem ordentlichen Start in das Jahr sind die Transportvolumina im zweiten Quartal durch die COVID-19 Pandemie deutlich zurückgegangen. Wir haben von plötzlich fallenden Bunkerpreisen profitiert, unsere Kapazitäten an die geringere Nachfrage angepasst und weitere Kostensenkungsmaßnahmen im Rahmen unseres Performance Safeguarding Program umgesetzt. Insgesamt haben wir so trotz der Coronavirus-Krise ein gutes erstes Halbjahr hinter uns.“

Die Umsätze lagen im ersten Halbjahr 2020 bei rund 6,4 Milliarden Euro und damit weniger als ein Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Wesentlicher Grund sei eine um etwa vier Prozent geringere Transportmenge von rund 5,8 Millionen TEU (20-Fuß-Container) gewesen. Während das transportierte Volumen im ersten Quartal noch leicht stieg, kam es im zweiten Quartal pandemiebedingt zu einem Rückgang der Transportmenge von etwa elf Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Rolf Habben Jansen:

„Dank der vielfältigen Maßnahmen, die wir in den vergangenen Monaten eingeleitet haben, sind wir weiterhin auf Kurs. Im Fokus bleiben die Sicherheit und die Gesundheit unserer Mitarbeiter, aber natürlich auch die Sicherung der Lieferketten unserer weltweiten Kunden. Wir werden unser Performance Safeguarding Program weiter vorantreiben und die Implementierung unserer Strategy 2023 fortsetzen. Dabei werden wir den weiteren Verlauf der Covid-19 Pandemie genau beobachten und flexibel auf Marktveränderungen reagieren. Die Pandemie ist und bleibt insgesamt ein großer Unsicherheitsfaktor für die gesamte Logistikindustrie.“

Ausblickend bleibt die Ergebnisprognose unverändert. Für das laufende Geschäftsjahr werden ein Ebitda in Höhe von 1,7 bis 2,2 Milliarden Euro und ein Ebit in Höhe von 0,5 bis 1,0 Milliarde Euro erwartet. Vor dem Hintergrund der Covid-19 Pandemie und den damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen in vielen Teilen der Welt, bleibt die Prognose weiterhin mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Neben der Entwicklung der Transportvolumina dürfte insbesondere auch die Entwicklung der Frachtraten und ein weiterer potentieller Anstieg der Bunkerpreise einen maßgeblichen Einfluss auf das Ergebnis von Hapag-Lloyd im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 haben.

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