Hafen Rotterdam: Umschlag sinkt deutlich, Umsatz steigt leicht

Der Güterumschlag in Rotterdam ist im ersten Halbjahr 2020 rückläufig. Die Umsatzzahlen bleiben dennoch stabil.

Leicht rückläufig: der Containerumschlag im Hafen Rotterdam. (Foto: Hafen Rotterdam)
Leicht rückläufig: der Containerumschlag im Hafen Rotterdam. (Foto: Hafen Rotterdam)
Christine Harttmann

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 erzielte der Hafen von Rotterdam einen Umschlag von 218,9 Millionen Tonnen und bleibt damit um 9,1 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Der Hafenbetrieb wertet die Zahlen dennoch positiv. Im den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 habe, so die Argumentation, Rotterdam einen Rekordumschlag verzeichnet. Zudem sei der Hafen trotz der Beeinträchtigungen durch die Covid-19-Pandemie, Hauptursache für den Rückgang der Umschlagmengen, zu 100 Prozent betriebsfähig geblieben.

Alles in allen durchliefen von Januar bis Juni 218,9 Millionen Tonnen den Hafen Rotterdam. Der Rückgang um 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist zu einem erheblichen Teil dem Rückgang beim Umschlag von Kohle, Erzen und Mineralölprodukten geschuldet. Einen geringeren Anteil daran hatte der leicht rückläufige Containerumschlag. Die Ladegüter Biomasse und LNG legten laut Hafenbetrieb Rotterdam sogar leicht zu.

Der Umsatz stieg trotz der rückläufigen Umschlagmenge um 0,7 Prozent auf 360,4 Millionen Euro. Das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit sank um 4,8 Prozent auf 128,4 Millionen. Die gesunde finanzielle Lage des Hafenbetriebs ermöglicht anhaltend hohe Investitionen. Die Brutto-Investitionen betrugen 136,4 Millionen Euro -- unter anderem in die Theemswegtrasse, die Commodities Exchange Route und in die Maasvlakte Plaza.

Allard Castelein, Geschäftsführer des Hafenbetriebs Rotterdam:

„Die niederländische Wirtschaft und der Hafen von Rotterdam sind von der Entwicklung im Welthandel abhängig. Die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sind weltweit spürbar. Es sollte daher nicht überraschen, dass das Umschlagsvolumen in den vergangenen sechs Monaten deutlich geringer war als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dabei ist positiv zu vermerken, dass die im zweiten Quartal realisierten Umschlagsmengen weniger ungünstig ausgefallen sind als zu erwarten war. Es würde auch nicht zu Rotterdam passen, einfach untätig zu bleiben. Daher hat der Hafenbetrieb eine Übersicht darüber erstellt, welche öffentlich-privaten Investitionsprojekte beschleunigt werden können. So können die Behörden und der Rotterdamer Hafen gemeinsam etwas bewirken, um die Wirtschaft nachhaltiger zu gestalten und ihr gleichzeitig einen neuen Anstoß zu geben“.

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