Hafen Rotterdam: Landstrom bis 2030

Der niederländische Seehafen will einen Großteil der Seeschiffe bis 2030 mit sauberem Strom aus „der Steckdose“ versorgen.

Bis 2030 will der Port of Rotterdam seine CO2-Emissionen stark verringern und große Schiffe mit Landstrom „betanken“. Foto: Danny Cornelissen
Bis 2030 will der Port of Rotterdam seine CO2-Emissionen stark verringern und große Schiffe mit Landstrom „betanken“. Foto: Danny Cornelissen
Daniela Kohnen

Die Stadt Rotterdam und der Hafenbetrieb Rotterdam wollen gemeinsam bis 2030 den Landstrom für Seeschiffe einführen und diese mit einer Landstromstrategie an eine saubere Energiequelle anschließen. Am Kai liegend, könnten die Dieselgeneratoren dann ausgeschaltet werden, was der Wirtschaft und den CO2-Emissionen zugutekomme, hieß es. In den nächsten fünf Jahren wird durch eine Reihe von Projekten die Beschleunigung und das Upscaling von Landstrom vorangetrieben. Allard Castelein, Generaldirektor des Hafenbetriebs Rotterdam:

„Unsere Vision ist ambitioniert, jedoch ebenfalls pragmatisch. Wir werden jetzt acht bis zehn Landstromprojekte für verschiedene Seeschifftypen einrichten. Das machen wir gemeinsam mit den Unternehmen im Hafen sowie mit den Reedereien. Aus diesen Projekten ziehen wir unsere Lehren, und dann wird sich herausstellen, ob das Tempo erhöht werden kann oder gedrosselt werden muss.“

Ziel sei es, in den kommenden Jahren acht bis zehn konkrete Landstromprojekte zu realisieren, die sich bei einem Gesamtbedarf von rund 125 Millionen Euro auf drei Eckpunkte des Programms verteilten. Der erste Eckpunkt konzentriert sich auf die Qualität des Lebensumfelds, indem öffentliche Kais in städtischen Gebieten mit Landstrom versorgt werden. Ziel ist es, dass bis 2030 90 Prozent der Anlagen durch die dort anlegenden Schiffe genutzt werden.

Der zweite Eckpunkt befasst sich damit, wo diese möglich sind. Ziel ist die Installation von Landstromanlagen für Fähren, Roll-on-Roll-off-, Offshore- und Kreuzfahrtschiffe, die bis 2030 ebenfalls zu 90 Prozent genutzt werden sollen. Beim Containersektor wird eine fünfzigprozentige Nutzung der Landstromversorgung bis 2030 für die großen Schiffe (TEU 10.000+) angestrebt. Der dritte Eckpunkt betrifft die Entwicklung von Innovationen wie beispielsweise für flüssige Massengutfrachter, für die es laut der Hafenbehörde derzeit keine ausreichenden Möglichkeiten der Landstromversorgung gibt.

Ziel ist es laut der Hafengesellschaft, in den kommenden Jahren acht bis zehn konkrete Landstromprojekte zu realisieren, die sich auf die drei Eckpunkte des Programms verteilen. Es werde dafür mit einem Gesamtbedarf von etwa 125 Millionen Euro gerechnet. Dies könne zum größten Teil von den beteiligten Unternehmen, der Stadt Rotterdam und dem Hafenbetrieb finanziert werden. Allerdings würden auch zusätzlich 50 Millionen Euro an Fördermitteln benötigt.

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