Hafen Rotterdam: Containertransporte per E-Lkw in Sicht

Eine Studie, die der Hafenbetreiber Port of Rotterdam in Auftrag gegeben hat zeigt: Ab 2024 könnte sich der batterieelektrische Lkw auch finanziell auszahlen.

Ab 2024 ist der Lkw-gebundene Transport von Waren innerhalb des Hafens Rotterdam voraussichtlich nicht nur eine nachhaltige, sondern auch eine wirtschaftlich attraktive Option. (Foto: Port of Rotterdam)
Ab 2024 ist der Lkw-gebundene Transport von Waren innerhalb des Hafens Rotterdam voraussichtlich nicht nur eine nachhaltige, sondern auch eine wirtschaftlich attraktive Option. (Foto: Port of Rotterdam)
Christine Harttmann

Für den Hafen Rotterdam könnte es sich die Anschaffung eines e-Lkw für den Containertransport ab 2024 auch finanziell lohnen. Ab dann kann ein batterieelektrischer Truck über seine gesamte Nutzungsdauer gesehen preiswerter sein als sein dieselbetriebenes Pendant und dabei vollkommen CO2-frei fahren.

Das ist das Hauptergebnis einer Studie, die der Hafenbetrieb Rotterdam hat in Zusammenarbeit mit den Experten des niederländischen Unternehmensverbandes Transport en Logistiek Nederland (TLN) eine sogenannte Prospektivstudie in Auftrag gegeben hat. Die Analyse soll zeigen, wie sich nachhaltige Containertransporte über die Straße auf dem Gebiet des Hafenbetriebs Rotterdam realisieren lassen.

Der Hafenbetrieb Rotterdam hat das Ziel, 2050 ein CO₂-neutraler Hafen zu sein, und richtet sich deshalb auf die Energiewende in der Industrie und in der Hafenlogisitk ein. Dazu gehöre auch der Transport im Hafengebiet, heißt es in einer Mitteilung des Hafenbetriebs. Das Hauptaugenmerk liege dabei auf dem Straßen-gebundenen Containertransport. Denn alleine die Anzahl der Kurzstreckenfahrten durch den Hafen mit weniger als 30 Kilometer summiere sich auf rund 12.000 pro Tag. Wenn alle diese Fahrten emissionsfrei durchgeführt werden können, lasse sich eine halbe Megatonne CO₂ einsparen.

Die CO₂-Neutralität haben außerdem Deltalinqs, TLN, evofenedex und dem Hafenbetrieb Rotterdam beschlossen. Sie wollen ab dem Jahr 2040 alle hafenbezogenen Kurzstreckenfahrten über die Straße emissionsfrei verlaufen zu lassen.

Dafür seien allerdings, so die Verlautbarung, noch viele weitere Entwicklungen notwendig. Denn aktuell stünden keine elektrischen Lkw für den Containertransport zur Verfügung. Dies könne sich jedoch im Zuge von technologischen Entwicklungen, Preissenkung sowie Kapazitätserhöhungen bei Batterien und Antrieben ändern. Der Hafenbetrieb erwartet, dass der elektrische Lkw in Zukunft für viele Entfernungen die optimale Transportform werden kann. Das erfordert eine gute Ladeinfrastruktur und deren optimale Nutzung.

Mit dem Wechsel zu elektrischen Lkw lassen sich CO₂-Emissionen des Motors vermeiden. Wenn die Lkw mit Ökostrom aufgeladen werden, fahren sie sogar vollständig CO₂-neutral. Ein weiterer Vorteil dessen ist, dass auch die Lärmbelästigung des Lkw-Verkehrs weiter sinkt.

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