Hafen Rostock: Eine gute 2019er-Bilanz

Der Überseehafen Rostock hat im Jahr 2019 seinen Güterumschlag gegenüber dem Vorjahr um 100.000 Tonnen gesteigert auf insgesamt 25,7 Millionen Tonnen.

Leichte Rückgänge verzeichnet der RoRo-Verkehr in Rostock. (Foto: Pixaby)
Leichte Rückgänge verzeichnet der RoRo-Verkehr in Rostock. (Foto: Pixaby)
Christine Harttmann

Es sei gelungen, so der Hafenbetreiber, die leichten Rückgänge im Fähr- und RoRo-Verkehr durch gute Ergebnisse in anderen Bereichen auszugleichen.

„Einmal mehr zeigt sich die Stärke des Geschäftsmodells des Rostocker Überseehafens als größter Universalhafen an der deutschen Ostseeküste, indem in gesamtwirtschaftlich etwas schwächeren Phasen temporäre Umschlagrückgänge einzelner Gutarten durch Wachstum in anderen Segmenten ausgeglichen werden können“, kommentierte Dr. Gernot Tesch, Geschäftsführer der Rostock Port.

Laut dem Betreiber erreichte der Investitionsvolumen erreichte mit knapp 40 Millionen Euro ein neues Zehnjahreshoch. Die anderen Rostocker Häfen wie der Fracht- und Fischereihafen sowie der Chemiehafen kamen auf ein Umschlagsergebnis von zusammen 1,5 Millionen Tonnen. Damit wurden in Rostock im vergangenen Jahr insgesamt 27,2 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen.

Der Schüttgutumschlag lag mit insgesamt 5,9 Millionen Tonnen um 2,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Der Umschlag von Flüssiggütern lag mit drei Millionen Tonnen um etwa 700.000 Tonnen oder 30 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Mit 570.000 Tonnen lag der Umschlag von wertschöpfungsintensiven Stückgütern leicht über dem Vorjahresniveau. Während vor allem die Verladung von Blechen, Windkraftanlagen und -flügeln zulegte und auch die Bilanz bei Zink und Krananlagen besser als im Jahr 2018 war, wurden weniger Rohre über die Kaikanten gehievt.

Bei der rollenden Ladung, den Fähr- und RoRo-Gütern, ging der Umschlag leicht zurück. Insgesamt nahm die Menge um 700.000 Tonnen auf 16,2 Millionen Tonnen ab, was einem Minus von vier Prozent entspricht. Der Anteil rollender Fracht am Gesamtumschlag des Überseehafens Rostock betrug damit 63 Prozent.

Die Zahl der auf den Fähr- und RoRo-Verbindungen von und nach Nordeuropa beförderten Lkw-Einheiten nahm ab: von 406.213 im Jahr 2018 auf 379.812 im vergangenen Jahr. Das ist ein Minus von 6,5 Prozent. Hingegen nahm die Anzahl umgeschlagener Trailer zu: von 124.236 auf 125.306 im zurückliegenden Jahr. Die Anzahl der Eisenbahnwaggons von und nach Trelleborg nahm um 18 Prozent zu: von 15.605 auf 18.388. Der Umschlag intermodaler Ladeeinheiten im Kombinierten Ladungsverkehr (KV) stieg auf 87.000 Einheiten und damit um deutliche 11,5 Prozent. Derzeit verkehren wöchentlich 30 Kombiverkehrszüge. Rund ein Fünftel aller im Hafen umgeschlagenen Güter werden per Bahn an- und abgefahren.

Deutliches Wachstum verzeichnet der Hafen auf der südöstlichen Achse. Insbesondere nach Tschechien werden die Verbindungen weiter ausgebaut. So wird ab Februar die Verbindung nach Lovosice um eine weitere wöchentliche Abfahrt verstärkt.

Insgesamt gab es im Überseehafen Rostock im vergangenen Jahr 7.744 Anläufe von Fähr- und RoRo-, Tank-, Fracht- und Kreuzfahrtschiffen. Davon entfielen 6.181 Anläufe auf Fähr- und RoRo-Schiffe. Damit auf Dauer Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 15 Meter Rostock sicher anlaufen können, will der Bund die etwa 15 Kilometer lange Hafenzufahrt auf 16,5 Meter vertiefen – eine Investition von mehr als 100 Millionen Euro. Der Bau soll im Jahr 2021 beginnen und etwa zweieinhalb Jahre dauern.

Neben dem Ausbau der Fahrrinne seien nach weitere Großbauvorhaben geplant, heißt es seitens des Hafenbetreibers, die bereits im zurückliegenden Jahr begonnen worden eisen. Dazu zählen: der Neubau von Liegeplatz 23, die Optimierung der Liegeplätze 50, 62 und 63 sowie der Bau eines neuen Terminalgebäudes in Warnemünde.

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