Hafen: Rhenus belebt Containerhandling am C-Port Sedelsberg

Wenn es sich an anderen Häfen staut, muss man nach Alternativen suchen: So machte es auch die Duni Group und lässt ihre Container von Rhenus am Hafen in Sedelsberg be- und entladen.

Rhenus übernimmt für die Duni Group am C-Port Sedelsberg das Handling von Containern, die aus China und Taiwan in Deutschland eintreffen. (Bild: Rhenus Gruppe)
Rhenus übernimmt für die Duni Group am C-Port Sedelsberg das Handling von Containern, die aus China und Taiwan in Deutschland eintreffen. (Bild: Rhenus Gruppe)
Nadine Bradl

Am Hafen C-Port in Sedelsberg steigt die Rhenus Gruppe dank eines neuen Kundenauftrags ins kontinuierliche Containergeschäft ein. Als Betreiber des Hafens am niedersächsischen Küstenkanal schlägt der Logistikdienstleister dort laut Pressemitteilung bis zu 200 Container monatlich für die schwedische Duni Group um – zunächst per Lkw, dann zu großen Teilen via Binnenschiff und damit zunehmend nachhaltig.  

Ware aus China und Taiwan

Rhenus Midgard Ems schlägt am Binnenhafen C-Port Sedelsberg vor allem Agrarprodukte, Torf, Baustoffe und Projektgüter wie Windanlagenteile um. Gemeinsam mit Duni, einem Hersteller von Tischdekoration, Servietten und Take-away-Verpackungen, realisiert der Logistikdienstleister seit Februar 2022 das erste kontinuierliche Containergeschäft am Standort. Rhenus übernimmt für die Duni Group das Handling von Containern, die aus China und Taiwan in Deutschland eintreffen. Dazu gehören das Be- und Entladen sowie die Lagerung.

Alternative zum Hafen-Stau

Angesicht langer Warteschlangen an den großen Seehäfen Bremerhaven, Wilhelmshaven und Hamburg lässt sich das bei der Duni Group anfallende und weiter steigende Projektvolumen dort laut Rhenus kaum verwirklichen. Der Durchlauf liege aktuell bei 150 bis 200 Containern pro Monat. In Sedelsberg werde Containerhandling in dieser Größenordnung bereits seit der Eröffnung des C-Ports im Jahr 2007 anvisiert. Entsprechende Projekte ließen sich aber wegen der geographischen Nähe zu den großen Seehäfen bisher nicht umsetzen. Das gelinge nun: Der C-Port entwickle sich zu einem relevanten Hub für den Containerumschlag weiter.

Binnenschiff statt Lkw

Eine nachhaltige Logistik stehe dabei im Fokus. Die Importware der Duni Group trifft in Containern aus Asien an den Seehäfen ein und wird von dort zur weiteren Abwicklung nach Sedelsberg gebracht. Den Transport per Lkw stelle Rhenus sukzessive auf den klimafreundlicheren Transport per Binnenschiff um. Pro Woche sind zwei bis drei Abfahrten von Schiffen der Rhenus Flotte vorgesehen.

„Möglichst viele Container aufs Schiff zu bringen, war von Beginn an das Ziel. Mit dem Transportvolumen der Duni Group erreichen wir die kritische Masse, für die der Einsatz eines Binnenschiffs sinnvoll ist, so dass sich die CO2-Bilanz gegenüber dem Straßentransport enorm verbessert“, erklärt Arne Woldenga, Standortleiter der Rhenus Midgard Ems. „Indem wir aufs Binnenschiff setzen, erfüllen wir die hohen ökologischen Ansprüche, die wir und unser Kunde an die Logistik stellen.“

Die Duni Group und Rhenus wollen ihre Zusammenarbeit nach dem gelungenen Projektstart in Zukunft intensivieren und ausweiten.

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