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Hafen Houston: Autonomes Fracht-Shuttle bestellt

Der Hafen Houston will schon bald Container und Lkw-Anhänger autonom und energieeffizient auf seinem Gelände transportieren lassen.
 So soll das Shuttle aussehen, das schon bald am Hafen Houston fahren soll. (Foto: Texas A & M Transportation Institute)
So soll das Shuttle aussehen, das schon bald am Hafen Houston fahren soll. (Foto: Texas A & M Transportation Institute)
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Christine Harttmann

Dafür hat der Hafen ein Fracht Shuttle System (FSS) bestellt, das am Texas A & M Transportation Institute gemeinsam mit Freight Shuttle International (FSI) entwickelt wurde. Laut dem Institut der texanischen Universität kann der ferngesteuerte, elektrisch angetriebene Transporter Lkw-Anhänger oder Transportbehälter bis zu 53 Meter Länge bewegen. Die Shuttles fahren dazu auf erhöhten Schienen auf bestehenden Straßen über eine Distanz von bis zu 500 Meilen (circa 800 Kilometer) – im Hafen Houston werden es allerdings nur etwa acht Kilometer sein.

Das FSS soll insbesondere durch seine Umweltfreundlichkeit punkten, so die Erfinder. Ein Diesel-Lkw soll demnach im Vergleich zum FSS die 43-fache Menge an Stickoxiden pro Meile verursachen. Der Elektroantrieb des FSS sei hingegen besonders effizient, da durch den Einsatz einer speziellen Stahl-Rad-Technologie Reibungsverluste reduziert worden seien. Zudem könne das System seine Energie aus jeglicher Quelle, einschließlich Solar- und Windenergie, beziehen.

Das FSS ist so konzipiert, dass es auf einem automatisierten Closed-Loop-System mit individuell gestalteten Terminals betrieben wird. Über GPS und drahtlose Kommunikation soll ein konstanter Datenfluss garantiert werden, der Informationen über Status, Position und Betriebsbedingungen zur Verfügung stellen soll.

Im Hafen Houston sei unter anderem wegen des zunehmenden Containerverkehrs nach der Erweiterung des Panamakanals ein neues Konzept nötig geworden. Laut Janiece Longoria, Vorsitzender der Hafenkommission, hat das Fracht Shuttle das Potenzial, Staus, Transportkosten und Emissionen zu reduzieren. Zudem geht man nach Aussage des Geschäftsführers Roger Günther davon aus, dass das Behältervolumen weiter wachsen wird. „Wir haben unsere Terminals ständig erneuert, um dieser Nachfrage durch erweiterte Kapazität und eine höhere Frachtgeschwindigkeit nachzukommen. Die Fracht Shuttles könnten dieses bestehende Straßen- und Schienentransportsystem noch ergänzen.“ (nbr)

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