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Hafen Hamburg: Weniger Seegüter umgeschlagen

Der Hafen Hamburg glänzt im Jahr 2015 mit einem Umschlagsplus beim Massengut und deutlichem Zuwachs im Seehafenhinterlandverkehr per Eisenbahn und Binnenschiff. Weniger erfreulich: der deutliche Rückgang im Containerumschlag.
(Foto: HHM/Peter Gaulitt)
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Christine Harttmann

Der Containerumschlag bleibt mit insgesamt 8,8 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer) um 9,3 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis. Negativ hat sich auch der Seegüterumschlag entwickelt. Um 5,4 Prozent geht er zurück auf 137,8 Millionen Tonnen.

Hingegen setzte der Massengutumschlag am Universalhafen Hamburg sein Wachstum im Jahr 2015 fort. Mit insgesamt 45,5 Millionen Tonnen erzielt dieses Umschlagsegment ein Plus von 5,8 Prozent.

Den Rückgang im seeseitigen Containerumschlag führt der Hafenbetreiber in erster Linie auf die rückläufigen Umschlagmengen mit China, Russland und Polen zurück. Insgesamt wurden im Containerverkehr über den Hamburger Hafen rund 800.000 TEU weniger als im Vorjahr abgefertigt.

Der Umschlagrückgang im seeseitigen Containerverkehr mit polnischen Häfen ist auch eine Folge der Direktanläufe von Container-Liniendiensten, die ohne Umladung in einem der Nordrange-Häfen direkt Danzig ansteuern. „Solche Direktanläufe sind für Reedereien immer eine Alternative zum Transhipmentverkehr, die in der Mehrzahl mit ihren Liniendiensten jedoch Hub-Häfen, wie zum Beispiel Hamburg bedienen“, sagt Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing. Voraussetzung für Direktanläufe sind ausreichend vorhandene Ladung und zur Abfertigung besonders großer Containerschiffe ausgerüstete Häfen.

Beim Massengutumschlag dominiert der Bereich Greifergut, der insgesamt mit einem Umschlagergebnis von 22,3 Millionen Tonnen ein Plus von 9,2 Prozent erreicht. In diesem Umschlagsegment sind es vor allem die starken Importe von Kohle, die mit 7,7 Millionen Tonnen (+27,3 Prozent) für Zuwachs sorgten.

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