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Hafen Hamburg: C. Steinweg überwacht Kühlcontainer vollautomatisch

Das Umschlagunternehmen C. Steinweg hat an der Umschlaganlage am Süd-West-Terminal in Hamburg ein vollautomatisches System zur Kühlcontainer-Überwachung eingeführt.
Seit 1858 befindet sich das Universalterminal von C. Steinweg (Süd-West Terminal) auf dem Kamerunkai im Hamburger Hafen. (Foto: C. Steinweg)
Seit 1858 befindet sich das Universalterminal von C. Steinweg (Süd-West Terminal) auf dem Kamerunkai im Hamburger Hafen. (Foto: C. Steinweg)
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Anna Barbara Brüggmann

Das sogenannte „CTAS Reefer-System“ wurde vom österreichischen Technologieunternehmen Identec Solutions entwickelt. Es übernimmt die vollautomatische Daten-Erfassung, -Übermittlung sowie -Verarbeitung. Üblicherweise werden die Reefer-Container in regelmäßigen Zeitabständen von vier bis acht Stunden manuell von Terminalmitarbeitern bezüglich Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Funktionalität und anderer Parameter überprüft.
Seit Ende 2106 wird jeder bei dem Umschlagunternehmen ankommende Kühlcontainer mittels Magnet mit einem Monitoring Device Tag versehen. Dieses stellt eine automatische Verbindung zum Controller des Containers her und übermittelt alle 15 Minuten die relevanten Daten per Funk. Bei Abweichungen wird eine automatische Alarmmeldung generiert. CTAS Reefer ist mit dem Terminal Operating System von C. Steinweg verbunden, sodass alle Kühlcontainer-Prozesse komplett in den Terminalbetrieb integriert sind.
Stephan Piworus, Global Vice President Sales Ports & Terminals bei Identec Solutions in Hamburg, zufolge sei das System mit allen gängigen Modellen von Kühlcontainer-Herstellern, wie Daikin Carrier, Starcool oder Thermoking kompatibel. Bei Verlassen des Containers wird das Tag abgenommen und kann dann wiederverwendet werden. Die aufgenommenen Daten werden im System archiviert, sodassin Versicherungsfällen oder bei Rückfragen Zugriff darauf besteht.
Piworus zufolge könne der manuelle Dokumentations- sowie Kontrollaufwand deutlich minimiert werden, da die Mehrfacheingabe von Daten entfalle. Dies reduziere auch das Fehlerrisiko bei der Datenerfassung. C. Steinweg hat eigenen Angaben zufolge im Jahr 2016 drei Neukunden hinzugewonnen, welche verstärkt Reefer-Container im Export einsetzen.
"Durch die automatische, hochfrequentierte Datenabfrage können wir höchste Sicherheit für die sensible Reefer-Ladung gewährleisten. Defekte Kühlaggregate oder der Ausfall der Stromversorgung bleiben nicht unbemerkt, sondern werden umgehend registriert und können sofort behoben werden“, erläutert Rainer Fabian, Geschäftsführer des Unternehmens in Hamburg.
Im Hamburger Hafen kommt mit dem CTAS Reefer das erste System dieser Art zum Einsatz, bisher wird es in den Niederlanden, den USA, Mexiko, der Dominikanischen Republik, Pakistan, Argentinien, Nigeria, Saudi-Arabien und sowie in Kolumbien zur Überwachung von Containern eingesetzt.

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