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Hafen Hamburg bringt mehr Güter auf die Schiene

Der Seegüterumschlag in Hamburg sank 2018 leicht unter das Niveau von 2017. Zugelegt hat der Hafen bei der mit der Bahn transportierten Ladung im Seehafen-Hinterlandverkehr.

(Foto: HHM / Peter Glaubitt)
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Christine Harttmann

Der Hafen Hamburg hat 2018 insgesamt 135,1 Millionen Tonnen Seegüter umgeschlagen, ein Prozent weniger als 2017. Während Massengüter leicht rückläufig waren, gab es bei den beladenen Containern kaum Änderungen. Deutliche Zugewinne meldet der Hafenbetreiber im landseitigen Seehafen-Hinterlandverkehr. 46,8 Millionen Tonnen oder 2,44 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) brachte er auf die Schiene. Das sind gegenüber dem Vorjahr 2,7 Prozent mehr an Gewicht und 4,7 Prozent mehr an Ladung. Über 60.000 Güterzüge mit rund 1,6 Millionen Güterwagen wurden allein auf den Gleisen der Hafenbahn 2018 abgefertigt. Man habe das Rekordergebnis der Jahres 2016 übertroffen, freute sich Jens Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Port Authority, der Hamburg als den „führenden europäischen Eisenbahnhafen“ bezeichnete.

Diese starke Position basiere zu einem Großteil auf den mehr als 100 Liniendiensten, die Hamburg mit dem Großteil der weltweit über 1.000 Seehäfen verbinden, erklärte Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing (HHM). Gleich zu Anfang 2019 seien vier neue Liniendienste gestartet. Sie binden neben Häfen der US-Ostküste auch mexikanische Häfen mit wöchentlichen Abfahrten an Hamburg an. Ein zusätzliches Umschlagvolumen verspricht sich Mattern auch von der Verlegung der ‚THE Alliance‘-Liniendienste. Diese könnten ein zusätzliches Umschlagvolumen in der Größenordnung von bis zu 500.000 TEU an die Elbe bringen, hofft der HHM-Vorstand.

Größter Handelspartner des Hafens bleibt auch 2018 weiter China. Jeder dritte im Hafen umgeschlagene Container stammt aus Geschäften in dieser Region. In Ergänzung zu den seeseitigen Verbindungen im Verkehr mit dieser Destination werden inzwischen alleine über die neue Seidenstraße per Eisenbahn wöchentlich mehr als 235 Verbindungen ab Hamburg angeboten.

Weiteres Wachstum erwartet der Hafen von der Fahrrinnenanpassung der Elbe, für die die Arbeiten bereits begonnen haben. Der Hamburger Wirtschaftssenator Michael Westhagemann ist sich sicher, dass das Projekt so zügig wie möglich realisiert wird. Er hofft, „dass es zu keinen Verzögerungen kommen wird“. Wie Ingo Egloff, Vorstandskollege von Axel Mattern, erklärt, haben große Reederei-Allianzen bereits angekündigt, dass die „Hamburg nach der Vertiefung und Verbreiterung der Elbe für Containerdienste zum ersten Lösch- und letzten Ladehafen in Nordeuropa zu machen“.

Große Container- oder Massengutschiffe sollen nach dem Ausbau der Elbe rund 18.000 Tonnen mehr Ladung nach Hamburg bringen und mitnehmen können. Bereits heute fertigen der Hafen und die Umschlagterminals Mega-Carrier mit mehr als 21.000 TEU Stellplatzkapazität ab und bereiten sich auf die An- und Ablaufsteuerung noch größerer Schiffe vor.

Für das Jahr 2019 rechnet die Marketingorganisation des Hamburger Hafens mit einem deutlichen Wachstum zwischen drei und vier Prozent im Containerverkehr und einem stabilen Ergebnis beim Massengutumschlag.

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