Hafen Hamburg: Begegnungsbox von Fahrrinnenanpassung Elbe fertig

Mit der Fahrrinnenverbreiterung auf der Elbe können Frachtschiffen ab sofort leichter aneinander vorbeifahren. Auch der Fahrrinnenausbau zwischen Hamburger Hafen und Nordsee hat begonnen.

Die Umsetzung des Fahrrinnenausbaus auf dem letzten Teilstück der Elbfahrrinne vom Hamburger Hafen bis zur Nordsee hat begonnen. Foto: Jan De Nul Group
Die Umsetzung des Fahrrinnenausbaus auf dem letzten Teilstück der Elbfahrrinne vom Hamburger Hafen bis zur Nordsee hat begonnen. Foto: Jan De Nul Group
Daniela Kohnen

Auf einem ausgebauten Streckenabschnitt der Elbe, der sogenannten Begegnungsbox, können seit dem heutigen Mittwoch Schiffe mit einer addierten Schiffsbreite von bis zu 98 Metern sicher aneinander vorbeifahren, hieß es beim Hafen Hamburg Marketing. Insgesamt hat die fünf Kilometer lange Strecke in Bundeszuständigkeit jetzt eine Breite von 385 Metern.

Gleichzeitig wurde die Fahrrinne der 36 Kilometer langen Strecke zwischen Wedel und der Störmündung von 300 auf 320 Metern ausgeweitet. Damit können auf diesem Streckenabschnitt nun Schiffe mit einer addierten Schiffsbreite von 92 Metern sicher aneinander vorbeifahren oder überholen, so die Mitteilung. Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing:

„Mit den jetzt umgesetzten ersten Fahrrinnenverbreiterungen der Elbe sind wir auf einem guten Kurs und verbessern ab sofort die Anlaufbedingungen für die großen Seeschiffe. Für die Schifffahrt und unsere Hafenkunden ist das eine erfreuliche Nachricht zum Jahresanfang.“

Zusätzlich wurde nach Angaben des Hafen Hamburg Marketing der Warteplatz in Brunsbüttel fertig gestellt. Dieser steht nach Zuweisung durch die Verkehrszentrale seit Ende letzten Jahres als Liegeplatz zur Verfügung. Tideabhängige Schiffe, die das Tidefenster aus aktuellen nicht vorhersehbaren Gründen nicht erreichen können, haben dort die Möglichkeit, die nächste Niedrigwasserphase abzuwarten. Der Warteplatz sei ein wichtiger Teil des Sicherheitskonzeptes, hieß es.

Derzeit laufen die Vertiefungsarbeiten auf der Gesamtstrecke. Davon würden sowohl die tideabhängige als auch die tideunabhängigen Schiffe mit einem Meter mehr Abladetiefe profitieren. Die Arbeiten sollen im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur:

„Ende Juli haben wir die Nassbaggerarbeiten an der Unter- und Außenelbe gestartet. Jetzt sind die Verbreiterungsarbeiten in unserem Abschnitt fertig. Sobald auch die Arbeiten im oberen Abschnitt der Begegnungsstrecke durch Hamburg abgeschlossen sind, erhöht sich die Begegnungsbreite der Schiffe. Damit steigen Flexibilität, Effizienz, Kapazität und Sicherheit für die Schifffahrt. Weil mehr und auch größere Schiffe künftig gleichzeitig ein und auslaufen können, lässt sich die Zahl der großen Containerschiffe dann auf 2.800 Containerschiffe pro Jahr mehr als verdoppeln."

Laut Prof. Dr.-lng. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, werde die Schifffahrt auf der Elbe durch die Verbreiterungen zum ersten Mal von der Fahrinnenanpassung profitieren. Das sei gut für die Leistungsfähigkeit der Wasserstraße, für den Verkehrsfluss und für die Sicherheit.

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