Hafen Antwerpen: Betrieb vollständig funktionsfähig

Laut der Covid-19-Taskforce des belgischen Seehafens gibt es mit der Ausnahme China bisher keine Ausfälle bei den Schiffbewegungen. Die „Grünen Fahrspuren“ für den Lkw-Verkehr und die Lagerkapazitäten im Hinterland werden weiter überwacht.

 

Die Covid-19-Taskforce des Hafens Antwerpen überwacht den täglichen Betrieb wie auch das Funktionieren der „Grüne Fahrspur“ für Lkw-Verkehre zum Hafen. Foto: Hafen Antwerpen
Die Covid-19-Taskforce des Hafens Antwerpen überwacht den täglichen Betrieb wie auch das Funktionieren der „Grüne Fahrspur“ für Lkw-Verkehre zum Hafen. Foto: Hafen Antwerpen
Daniela Kohnen

Nach Angaben der eingerichteten Covid-19-Taskforce läuft der Hafenbetrieb in Antwerpen weiter und die Lieferketten sind sichergestellt. Bisher seien keine nennenswerten Rückgänge der Schiffsbewegungen und Warenströme in Antwerpen zu verzeichnen. Die Nachfrage nach gesunden und lange haltbaren Lebensmitteln nimmt weiter zu. Die Ausnahme bezüglich der Warenströme bilden die bereits angekündigten Ausfälle im Verkehr mit China, erklärte die aus Vertretern aller wichtigen Hafenbereiche bestehende Taskforce am gestrigen Donnerstag.  

In den kommenden Wochen sei aufgrund der Stagnation großer Exportbranchen wie der Automobilindustrie allerdings mit erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen zu rechnen. Der Hafen Antwerpen werde die Entwicklung kontinuierlich beobachten und sich weiterhin für die Anforderungen der Logistikakteure und Terminals einsetzen.

Für das Antwerp Coordination Center (ACC), das für die Koordination der Schifffahrt zuständig ist, wurde bereits in Rücksprache mit der Agentschap voor Maritieme Dienstverlening en Kust (MDK; Agentur für maritime Dienstleistungen und Küste), vorübergehend ein zweiter Standort eingerichtet. Auf diese Weise könne das Personal besser aufgeteilt werden und das ACC bleibe zu 100 Prozent einsatzbereit, hieß es.

Gleichzeitig hat die Taskforce weitere Schwerpunkt zur Überwachung definiert. Dazu gehört auch die „Grüne Fahrspur“ für Lkw-Verkehre, mit deren Hilfe auch weiterhin die effiziente Versorgung der Länder gewährleistet werden soll. Sie werde diese Entwicklung mit den zuständigen Behörden weiterverfolgen.

Da alle EU-Binnengrenzen für Personenverkehre geschlossen wurden und nur noch Personen aus systemrelevanten Bereichen die Grenzen passieren können, wurden für den Güterverkehr spezielle „Grüne Fahrspuren" bereitgestellt. Das ist eine Art „Schnellspur" für Lkw-Verkehre. Das Überqueren der Grenze soll so nicht länger als 15 Minuten dauern. In den vergangenen Tagen gab es jedoch lange Staus an den Grenzübergängen in Europa.

Überwacht wird von der Taskforce nach eigenen Angaben auch der sich bildende Rückstau. Aufgrund der rückläufigen Produktion und Nachfrage in vielen Industriezweigen kommt es zu einer Verlangsamung des Waren- und Rohstoffaustauschs mit daraus entstehenden Rückstaus.

Sowohl im Hafen als auch im Hinterland kommt es vermehrt zu Engpässen hinsichtlich Lagerkapazitäten, Tanklagern und Stellplätzen für Fahrzeuge. Es wird bereits nach Alternativen gesucht, um diesen Mangel auszugleichen, hieß es.

Die multidisziplinäre und grenzüberschreitende Covid-19-Taskforce des Hafens Antwerpen wurde ins Leben gerufen, um den täglichen Betrieb zu überwachen und zusätzlich notwendige Maßnahmen zu identifizieren. Neben den bereits bestehenden Mitgliedern beteiligen sich neu auch die Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (FASNK) und der belgische Bahninfrastrukturdienstleister Infrabel an der Taskforce.

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