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Torsten Buchholz
Die internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Umweltverträglichkeit der großen Häfen an der deutschen Nordsee kann durch die Weiterentwicklung der Hafenkonzeption des Bundes verbessert werden. Dies ist ein zentrales Ergebnis des Forschungsvorhabens „Nachhaltigkeitsaspekte der nationalen Seehafenkonzeption“, das von den Instituten Progtrans und Prognos im Auftrag des Bundesumweltministeriums erstellt wurde. Die Gutachter empfehlen dem Bund, im Rahmen seiner Hafenpolitik auf Verbesserungen der Effizienz und das Ausschöpfen von Einsparpotenzialen hinzuwirken. Dies gilt im Hinblick auf die Planung der Infrastruktur als auch durch eine veränderte Arbeitsweise der Häfen. Damit können gleichzeitig auch Möglichkeiten für eine umweltfreundlichere Abwicklung der Transporte aus dem und ins Hinterland der Häfen erschlossen werden. Die Forschungsnehmer haben zehn Leitgedanken erarbeitet, mit denen Anstöße für die weitere Arbeit der Bundesregierung zur Fortentwicklung einer Hafenkonzeption gegeben werden sollen. Um zukünftig als starker Anbieter auf dem Weltmarkt bestehen zu können, solle eine gemeinsame Identität als Hafenstandort Deutschland entwickelt werden. Ziel sei unter anderem eine bessere und standortübergreifende Planung sowie eine europaweite Harmonisierung der Wettbewerbsbedingungen. Die derzeit besonders ausgeprägte Konkurrenzsituation zwischen den europäischen Nordseehäfen führe zwar einerseits zu einer hohen Einzelproduktivität, andererseits bewirke die fehlende Transparenz bei den Subventionen einen zweifelhaften Preiskampf und erhöhe damit die Gefahr von Fehlinvestitionen, so die Gutachter. Der nun vorgelegte Schlussbericht des Forschungsvorhabens soll in die Vorbereitung der 5. Maritimen Konferenz, die im Dezember 2006 in Hamburg stattfinden wird, sowie in den zu erarbeitenden Masterplan Güterverkehr und Logistik einfließen.
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