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Gruber Logistics wird Vorreiter bei Fuel-Cell-Truck

Als erstes europäisches Unternehmen sichert sich der in Südtirol beheimatete Logistikdienstleister Gruber Logistics einen Nikola 3-Truck mit Wasserstoffantrieb und sucht die enge Anbindung an H2-Zentrum in Bozen.

Coming up soon: Gruber Logistics glaubt an den Einsatz von Wasserstoff-Lkw im Schwerlastverkehr und bestellte bei Nikola in den USA den ersten Truck in Europa. (Foto: Nikola)
Coming up soon: Gruber Logistics glaubt an den Einsatz von Wasserstoff-Lkw im Schwerlastverkehr und bestellte bei Nikola in den USA den ersten Truck in Europa. (Foto: Nikola)
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Johannes Reichel

Das Südtiroler Transportunternehmen Gruber Logistics hat als erstes Unternehmen in Europa einen Lkw mit Wasserstoffantrieb für den internationalen Warenverkehr bestellt. Dabei handelt es sich um einen Truck vom Typ Nikola Tre des US-amerikanischen Herstellers Nikola Motor Company. Dort wurde das Fahrzeug vor wenigen Wochen eingeführt, im November 2018 hatte man die europäische Version vorgestellt. „Als inhabergeführtes Familienunternehmen mit Hauptsitz mitten in der Natur Südtirols liegt uns das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz im Transportwesen sehr am Herzen“, kommentierte Martin Gruber, Group CEO des Logistikdienstleisters. In diesem Jahr habe man bereits eine Reihe von Fahrzeugen mit Flüssigerdgasantrieb (LNG) gekauft, der Fuhrpark soll komplett erneuert werden.

„Wir warten schon seit langem darauf, dass ein Lkw mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb auf den europäischen Markt kommt, und das neue Fahrzeug von Nikola Motor ist genau das, was wir gesucht haben“, meint Gruber, der auch bei der offiziellen Präsentation des Nikola 3 in wenigen Wochen in Arizona dabei sei will.

Bei dieser Gelegenheit werde man auch über die Möglichkeit einer weitergehenden Zusammenarbeit sprechen, bei der man als Vorreiter den Gebrauch von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen im europäischen Schwerverkehr fördern wolle. Gruber schätzt an der Technologie den lokal emissionsfreien Antrieb, das niedrige Geräuschniveau und die große Reichweite bei hoher Leistung, wie es im Schwerverkehr gefragt sei. Gruber hält wasserstoffbetriebene Fahrzeuge auch für umweltfreundlicher im Vergleich zu batterieelektrischen Modellen, da die Problematik der Akkuproduktion entfiele.

In der Zwischenzeit will der Logistiker sich auf den H2-Einsatz vorbereiten. Er verweist auf die Nähe zum Zentrum für Wasserstoff und Elektromobilität an der Autobahneinfahrt Bozen Süd als eine der größten und modernsten Wasserstoffproduktionsanlagen in Europa.

„Das H2 Zentrum in Bozen ist das Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der Brennerautobahn A22 und dem Institut für Innovative Technologien (IIT) und wird von der Landesregierung Südtirol sowie europäischen Fördergeldern finanziert“, erklärt Thomas Klauser, Verantwortlicher für Verwaltung, Kommunikation und Technik beim H2 Zentrum.

Ziel dieser Einrichtung sei es, die Lebensqualität der Anrainer durch nachhaltige und innovative Technologien zu verbessern. „Der aktuelle Wunsch nach einer Zusammenarbeit von Gruber Logistics passt perfekt in unseren Plan, das Netz an Wasserstofftankstellen zusammen mit der A22 längs des Brennerkorridors auszuweiten“, meint Klauser. Zusammen werde man die notwendigen Infrastrukturen planen, um wasserstoffbetriebenen Schwerverkehr entlang der Brennerachse zu ermöglichen.

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