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Großbritannien: Moderne Technik soll Elektromobilität in UPS-Flotte forcieren

UPS investiert in Großbritannien in moderne Antriebstechnologien und integriert Elektrolieferwagen mit Range Extender in die Flotte. Ziel ist, den CO2-Außstoß weiter zu senken.

Mittels Geofencing-Technologie erkennen die neuen Fahrzeuge automatisch, wann sie in den rein elektrischen Modus umzuschalten sollen. (Foto: Tevva)
Mittels Geofencing-Technologie erkennen die neuen Fahrzeuge automatisch, wann sie in den rein elektrischen Modus umzuschalten sollen. (Foto: Tevva)
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Christine Harttmann

In Birmingham und Southampton hat UPS sogenannte Range Extended Electric Vehicles (REEV) in seine Flotte integriert. Der Paketdienst will so das Problem der Reichweitenbeschränkung reiner Elektrofahrzeuge lösen. Die REEV-Lösung, die UPS gemeinsam mit dem britischen Elektrofahrzeugspezialisten Tevva entwickelt hat, basiert auf einem leistungsstarken elektrischen Antriebsstrang, gekoppelt mit einem kleinen und effizienten Dieselmotor, dem Range Extender. Der 150-kW-Elektromotor liefert ein elektronisch begrenztes Drehmoment von bis zu 2000 Nm. Er wird von einem Lithium-Ionen-Akku mit 74 kWh Leistung unterstützt, der laut der Beschreibung eine elektrische Reichweite von über 100 Kilometer bietet. Mit dem integrierten Range Extender schafft das Fahrzeug noch einmal weitere 300 Kilometer. Dafür springt der Dieselmotor an und lädt die Batterie während der Fahrt auf.

Das besondere an den Lieferfahrzeugen, die USP jetzt in die Flotte aufgenommen hat, dass sie mittels Geofencing-Technologie automatisch erkennen, wann sie in den rein elektrischen Modus umzuschalten sollen. Sobald das Fahrzeug eine städtische Umgebung oder eine Umweltzone befährt, so beschreibt es der Logistikdienstleister, springt es in den rein elektrischen Modus um. Auf der Autobahn, die benachbarte Städte miteinander verbindet, oder für die Rückfahrt zum UPS-Depot springt dann wieder der Range Extender an.

Mit dieser neuen Hybridtechnologie könnten auch Gebiete profitieren, die eigentlich außerhalb der Reichweite reiner Elektrofahrzeuge liegen. Es sei ein großer Durchbruch für den weiteren Einsatz von Elektrofahrzeugen in Großbritannien – „und für die Gemeinden, in denen wir tätig sind“, begrüße Luke Wake, Director Automotive Engineering & Advanced Technology bei UPS International, die Neuzugänge in der Flotte. „Wir können unsere Kunden mit emissionsärmeren, alternativ betriebenen Fahrzeugen an Orten bedienen, die außerhalb der Reichweite vorhandener reiner Elektrofahrzeuge in dieser Gewichtsklasse liegen.“

Im Rahmen des Innovationsprogramms „rollendes Labors“ hat UPS seit 2009 weltweit mehr als eine Milliarde US-Dollar in Fahrzeuge und Tankstellen mit alternativen Kraftstoffen und moderner Technologie investiert. Dabei werden kontinuierliche Bewertungen und Experimente durchgeführt, um sicherzustellen, dass das Unternehmen seinen CO2-Fußabdruck mit Lösungen reduziert, die für die jeweilige Umgebung am besten geeignet sind. Die neuen Fahrzeuge, die nun in Birmingham und Southampton unterwegs sein werden, seien nun, so Wake, eines der Resultate.

„Auf Nutzfahrzeuge entfallen 27 Prozent des verkehrsbedingten CO2 und fünf Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen auf Europas Straßen. Laut EU-Gesetzgebung muss dies bis 2025 um 15 Prozent und bis 2030 um 30 Prozent und in Großbritannien bis 2050 auf netto null gesenkt werden“, sagt Richard Lidstone-Scott, kaufmännischer Direktor von Tevva Motors. „Die Elektrifizierung des mittelschweren Lkw-Sektors ist unvermeidlich, dennoch sind sich viele Unternehmen und OEMs immer noch unschlüssig darüber, wie und wann dies geschehen soll. Bei Tevva verfügen wir bereits über praxiserprobte Technologien, die Unternehmen wie UPS dabei helfen, die Emissionen auf nahezu Null zu senken, ohne ihr Geschäft zu beeinträchtigen und dabei weiterhin volle Nutzlasten zu befördern. Darüber hinaus arbeiten wir bereits an neuen Technologien, um unsere Lösung noch effizienter zu gestalten.“

Die neuen Fahrzeuge sollen eine Lösung sein für die Unternehmen deren Lagerhäuser und Depots weiter vom Stadtzentrum entfernt liegen. Mit der aktuellen Generation von 7,5-Tonnen-Elektrofahrzeugen mit einer durchschnittlichen Reichweite von 100 Kilometern, erreichen sie die städtischen Abladestellen oft nicht. Mit den REEV kommen sie jedoch auf eine durchschnittliche kombinierte Reichweite von 400 Kilometer und können dabei gleichzeitig sicherstellen, dass sie auf ihren Strecken in den städtischen Gebieten keine Emissionen verursachen. Das Fassungsvermögen von 23 Kubikmeter reicht zudem auch für größere Paketmengen, was wiederum die Überlastung der Straßen verringert.

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