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Großbritannien: DPD bereitet sich auf No-Deal Brexit vor

Ein massiver Rückgang des Online-Handels zwischen dem Vereinigten Königreich und den verbliebenen EU-Ländern – das wären wohl die Folgen eines ungeordneten Austritts Großbritanniens aus der europäischen Union.

Der drohende EU-Austritt Großbritanniens ohne begleitendes Abkommen verunsichert Online-Shopper auf beiden Seiten des Ärmelkanals. (Foto: DPD)
Der drohende EU-Austritt Großbritanniens ohne begleitendes Abkommen verunsichert Online-Shopper auf beiden Seiten des Ärmelkanals. (Foto: DPD)
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Christine Harttmann

Falls ein harter Brexit zusätzliche Kosten verursacht, wollen 70 Prozent der europäischen E-Shopper und 71 Prozent der deutschen Internet-Einkäufern nicht mehr in britischen Online-Shops einkaufen. Unter den britischen Online-Shoppern wollen 69 Prozent auf den Einkauf im EU-Ausland verzichten. Das belegen Zahlen, die das Marktforschungs-Institut GfK veröffentlicht hat. Im Auftrag der DPDgroup hatten die Analyten 24.258 europäischen Online-Shopper befragt.

Der Paketdienst rechnet damit, dass im Falle eines No-Deal Brexits die Kosten aufgrund der dann notwendigen Zoll-, Steuer- und Verwaltungsabgaben deutlich steigen werden. Außerdem erwartet DPD im europäischen Paketmarkt längere Lieferzeiten, wenn es zu einem ungeordneten Ausstieg kommen sollte.

Seit der britischen Volksabstimmung über einen Austritt Großbritanniens aus der europäischen Union hat sich die DPDgroup intensiv auf verschiedene Brexit-Szenarien vorbereitet. Das Unternehmen hat laut eigenem Bekunden Lösungen entwickelt, die dem Kunden sowohl in der EU als auch in UK in jedem Falle einen zuverlässigen Paketservice bieten sollen. Auch auf die Zollabwicklung großer Paketmengen sei man vorbereitet, heißt es. Als „Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter“ (AEO) übernimmt die DPDgroup schon heute den Versand einer großen Zahl an Paketen über die EU-Außengrenzen hinweg. Dies umfasst auch die umfassende Unterstützung der Kunden bei der Zollabwicklung.

Im Hinblick auf einen potenziellen EU-Austritts Großbritanniens bereits zum 31. Oktober 2019 setzt die DPDgroup auf ein stufenweises Vorgehen, das ab dem 24. Oktober 2019 greifen könnte. Dies umfasst etwa die Änderung bestehender Fernverkehrspläne und das Anlaufen von Verzollungsprozessen in mehreren internationalen Gateways, die für die Paketströme von und nach Großbritannien verantwortlich sind.

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