Green Deal für Bremen: Verkehrsinfrastruktur der Häfen soll rundum erneuert werden

Der Geschäftsführer von Bremenports, Robert Howe, fordert eine intensiven Ausbau der Hafeninfrastruktur, um den kommenden klimaschonenden Anforderungen genügen zu können.

Der Bremer Hafen soll klimaneutral werden (Foto: Pixabay).
Der Bremer Hafen soll klimaneutral werden (Foto: Pixabay).
Claudia Leistritz

Obwohl die Bremischen Häfen in Bezug auf Schwerlastschiffe der neuen Generation mit dem Containerterminal grundsätzlich gut gerüstet seien, müssten jedoch in Zukunft tiefgreifende Umbauten stattfinden, zum Beispiel sei dafür eine höhere Wassertiefe unabdingbar, so Howe auf der Landespressekonferenz zum Hafenjahr 2019.

Schon jetzt sei Bremerhaven durch den Bau des Wesertunnels stark an der Verbesserung der Infrastruktur beteiligt, um Eisenbahn- und Straßenverkehr besser an die Hafenumgebung anzubinden. Für eine reelle Zukunftsfähigkeit sei jedoch auch die Vertiefung der Fahrrinne in der Außenweser absolut notwendig. Für die kommenden Jahre seien zudem bereits mehrere Investitionsprojekte in Planung, darunter der Neubau der Columbuskaje für das Kreuzfahrtterminal und die Nordmole am Fischereihafen.

Auch die Fertigstellung der Westkaje im nächsten Jahr bereite den Hafen als wichtiges Industrie- und Gewerbegebiet für die Zukunft vor. Er betonte den fundamentalen Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Gebietes und kündigte auch den Ausbau des Bremer Industriehafens für das kommende Jahr an. Der Klimawandel sei die zentrale Aufgabe der Zukunft, so Howe.

Daher wollten die bremischen Häfen bereits in den nächsten fünf Jahren die eigentlich erst für die Mitte das Jahrhunderts angesetzten EU-Planungen für einen klimaneutralen Hafen umsetzen. Unter anderem in Zusammenarbeit mit Siemens und Eurogate würden alle Energieverbräuche im Hafen derzeit umfassend analysiert, um schnellstmöglich auf regenerative Energiequellen umstellen zu können.

Howe drückte seine Zuversicht aus, dass im Zuge der derzeitigen Diskussionen die entsprechenden Förderprogramme auch für die Häfen bereitgestellt würden. Weitere Überlegungen würden außerdem zur Versorgung der Seeschifffahrt mit Landstrom durch mobile Power Stations gemacht.

Bremenports sei für die Zukunft gut aufgestellt und habe im Jahr 2019 eine positive Entwicklung verzeichnet, unter anderem mit einem deutlich über der Erwartung liegenden Umsatz. Eine weitere Herausforderung stelle nun die Besetzung neuer Stellen im Unternehmen dar, die für das nächste Jahr in ähnlichem Umfang erwartet werden wie 2019: Insgesamt 46 von 400 Arbeitsplätzen wurden neu besetzt. Fort- und Weiterbildungsprogramme sowie flexible Arbeitszeiten sollen dazu beitragen, sich als attraktiver Arbeitgeber zu profilieren, denn die Vereinbarung von Beruf, Familie und Gesundheit bilde einen wichtigen Anreiz für Fachkräfte.

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