Gras Gruppe: Übergabe des Standorts Ötigheim

Die Noerpel-Gruppe übernimmt zum 1. Januar 2024 den Standort Ötigheim der Gras Gruppe. Diese will sich strategisch neu ausrichten.

Die Verträge zur Transaktion wurden im November bereits gezeichnet (v.l.): Christine Kamps (Geschäftsführerin der Noerpel-Gruppe), Horst Stockschläder (Geschäftsführer der Gras Gruppe), Stefan Noerpel-Schneider (geschäftsführender Gesellschafter der Noerpel-Gruppe) und Jens Köster (Geschäftsführer der Gras Gruppe). Foto: Noerpel-Gruppe
Die Verträge zur Transaktion wurden im November bereits gezeichnet (v.l.): Christine Kamps (Geschäftsführerin der Noerpel-Gruppe), Horst Stockschläder (Geschäftsführer der Gras Gruppe), Stefan Noerpel-Schneider (geschäftsführender Gesellschafter der Noerpel-Gruppe) und Jens Köster (Geschäftsführer der Gras Gruppe). Foto: Noerpel-Gruppe
Daniela Sawary-Kohnen

Die Gras Gruppe mit Hauptsitz in Neuwied bei Koblenz will ihr Wachstum in den Regionen Neuwied, Mannheim und dem Großraum Köln mit Investitionen vorantreiben. Parallel dazu übergebe man laut eigenen Angaben zum 1. Januar 2024 den Netzwerkstandort Ötigheim bei Karlsruhe an die Noerpel-Gruppe mit Hauptsitz in Ulm.

Mit der Übernahme will die Noerpel-Gruppe ihre Marktposition im Südwesten Deutschlands stärken und betreibt dann in Baden-Württemberg 14 Standorte. Die Verträge zu der Transaktion wurden bereits gezeichnet. Lucas Noerpel-Schneider, Geschäftsführer der Noerpel-Gruppe:

„Für unser Unternehmen ist dies eine gute Gelegenheit und ein weiterer logischer Schritt, um uns in Süddeutschland marktführend und flächendeckend zu positionieren.“

Logistikanlage Ploch ausbauen

2021 und 2022 habe man als Gras Gruppe intensiv in den Ausbau der Anlagen im Raum Köln investiert, hieß es. So sind in Kerpen eine 14.000 Quadratmeter große Logistikimmobilie und in Frechen zwei Speditionsterminals mit 9.000 Quadratmetern Gesamtfläche entstanden.

Für 2024 plant der Logistiker die Erweiterung der Logistikanlage in Polch bei Koblenz. Madeleine Boos, geschäftsführende Gesellschafterin der Gras Gruppe:

„Wir als Gras Gruppe fokussieren uns verstärkt auf unsere Kerngebiete und bauen die Leistungen für unsere Kundinnen und Kunden konsequent weiter aus. Die geplante Erweiterung unseres Speditions- und Logistik-Terminals in Polch stärkt unsere Position im Großraum Koblenz nochmals deutlich. Mit der Noerpel-Gruppe verbinden uns jahrzehntelange, freundschaftliche Beziehungen und wir sind daher überzeugt, den idealen Nachfolger für unser Haus in Ötigheim gefunden zu haben.“

Die Logistikfläche in Polch soll von 56.000 Quadratmetern auf 76.000 Quadratmeter ausgebaut werden. Mit den Investitionen schaffe man die Voraussetzungen, um in den Kernregionen Neuwied/Koblenz, Mannheim sowie dem Großraum Köln weiter zu wachsen.

Umschlagterminal Ötigheim

Auf einem 21.000 Quadratmeter großen Gelände befindet sich die Speditionsanlage Ötigheim. Das Umschlagterminal verfügt über 4.500 Quadratmeter Fläche und 70 Ladetore für Lkw. Durch die Lage direkt an der A5 sowie das umliegende Fernstraßennetz bietet das Terminal eine ideale Verkehrsanbindung für Transporte beispielsweise Richtung Frankreich oder in die Schweiz, aber auch für innerdeutsche Verkehre. Horst Stockschläder, Geschäftsführer der Gras Gruppe:

„Am Standort Ötigheim ergeben sich für unsere Firmengruppe im Stückgutbereich zu wenige Synergien mit unseren anderen Häusern. Deshalb übergeben wir unseren Netzwerkstandort Ötigheim an die in Ulm ansässige Noerpel-Gruppe.“

Nachdem die Noerpel-Gruppe zum 1. Januar 2023 die Spedition ERKA in Stuttgart übernommen hatte, kommt mit dem nahe gelegenen Ötigheim nun ein weiterer Standort in der Wirtschaftsregion im Südwesten Deutschlands hinzu.

Die Noerpel-Gruppe wird den Standort Ötigheim ab Januar 2024 unter der Firmierung Noerpel SE & Co. KG weiterführen. Operativ verändere sich dabei nichts an der bisherigen Struktur, hieß es. Die Niederlassung werde weiterhin als regionales Depot der Stückgutkooperationen IDS und Cargoline auftreten und zusätzlich in das Noerpel-eigene, internationale Landverkehrsnetz eingebunden. Als Niederlassungsleiter werde Michael Weidenbruch den Standort führen. Judith Noerpel-Schneider, Geschäftsführerin der Noerpel-Gruppe:

„Nach unserer Akquisition der Spedition ERKA in Stuttgart und zusammen mit unserem Haus in Freiburg setzen wir mit dem Standort Ötigheim bei Karlsruhe die ideale Ergänzung zu unseren bestehenden Gebieten um. Wir freuen uns auf das neue ‚Familienmitglied‘ in Ötigheim und unsere neuen Kolleginnen und Kollegen vor Ort! Und wir sind uns absolut sicher, dass wir getreu unserem Motto ‚Gemeinsam voran‘ den Standort Ötigheim stark ausbauen werden.“

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