GP Joule: Bestellung von 100 Nikola Tre geplant

Im Ulmer Produktionswerk des Joint Ventures von Nikola und der Iveco Group sollen insgesamt 100 Sattelzugmaschinen vom Typ Nikola Tre FCEV vom Band rollen – in Auftrag geben möchte sie GP Joule. Voraussetzung: Es klappt mit der sogenannten KsNI-Förderung.

Die ersten 30 der insgesamt 100 Nikola Tre FCEV-Sattelzugmaschinen sollen im Jahr 2024 an GP Joule ausgeliefert werden, so der Plan, die restlichen 70 Fahrzeuge ein Jahr später – mit der Option, sie über das Gate-Vermietungsmodell zu beziehen. (Foto: Iveco)
Die ersten 30 der insgesamt 100 Nikola Tre FCEV-Sattelzugmaschinen sollen im Jahr 2024 an GP Joule ausgeliefert werden, so der Plan, die restlichen 70 Fahrzeuge ein Jahr später – mit der Option, sie über das Gate-Vermietungsmodell zu beziehen. (Foto: Iveco)
Anna Barbara Brüggmann

Der Brennstoffzellen-Lkw Nikola Tre FCEV in der europäischen 6x2-Variante soll als eines der ersten Fahrzeuge im Ulmer Produktionswerk des Joint Ventures von Nikola und der Iveco Group hergestellt werden. Nun haben die Nikola Corporation und Iveco bekannt gegeben, dass GP Joule die Bestellung von 100 Sattelzugmaschinen des Fahrzeugs mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb (FCEV) der Klasse 8 beabsichtigt.

Die ersten 30 der insgesamt 100 Sattelzugmaschinen sollen 2024 an den Energieversorger ausgeliefert werden, die restlichen 70 Fahrzeuge dann 2025. Unternehmensangaben zufolge halte GP Joule sich die Option offen, die zweite Charge über Gate (Green & Advanced Transport Ecosystem), das Vermietungsmodell für elektrische Lkw von Iveco, zu beziehen. Die wesentlichen Wartungs- und Serviceleistungen sollen vom Iveco-Service- und Werkstattnetzwerk übernommen werden.

Unter Vorbehalt

GP Joule plane, die 100 Nikola Tre-Fahrzeuge Transport- und Logistik-Kunden zur Verfügung zu stellen. Der Auftrag stehe allerdings unter Vorbehalt einer erfolgreichen Bewerbung um eine sogenannte KsNI-Förderung nach der „Richtlinie über die Förderung von leichten und schweren Nutzfahrzeugen mit alternativen, klimaschonenden Antrieben und dazugehöriger Tank- und Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Nutzfahrzeuge“ des Bundesamtes für Logistik und Mobilität.

Im Rahmen der Absichtserklärung sei Unternehmensangaben zufolge vereinbart worden, dass der Energieversorger ab 2026 weitere Sattelzugmaschinen mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb an Kunden in Europa vermarktet und an GP-Joule-Tankstellen mit 100 Prozent grünem Wasserstoff versorgt.

"100 Prozent erneuerbare Energie für alle, das ist unser Antrieb. Gemeinsam mit Nikola und Iveco bieten wir unseren Kunden alle Komponenten für den klimaneutralen Schwerlastverkehr aus einer Hand: von der Produktion und dem Einkauf des grünen Wasserstoffs über die Wasserstofftankstellen bis hin zu den bedarfsgerechten Brennstoffzellen-Sattelzugmaschinen und dem Service", meint André Steinau, Geschäftsführer der GP Joule Hydrogen GmbH.

Simone Olivati, Präsident Financial Services der Iveco Group, zufolge freue man sich, dank des Gate-Vermietungsmodells den Kunden in Deutschland Wasserstoffmobilität anbieten und die Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs vorantreiben zu können.

„Gate hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Anforderungen der Kunden von Elektro-Nutzfahrzeugen mit Batterie- und Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb zu erfüllen, und bedient zunächst die Marken Iveco und Nikola. Das ist eine Chance, unseren umfassenden Service auf der Grundlage einer Pay-per-Use-Formel anzubieten, die den Kunden den Zugang zum Antrieb von morgen ermöglicht“, so Olivati.

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