Gesamtes Schienennetz soll ökologisiert und digitalisiert werden

Enak Ferlemann sprach sich beim DVF-Lenkungskreis Bahntechnologie hinsichtlich der ETCS-Umrüstung von Schienenfahrzeugen für eine finanzielle Lösung aus. Andre Rodenbeck erklärte, dass die finanziellen Mittel dazu bereits zur Verfügung stehen würden.

Ziel sei es, den Güterverkehr stärker auf die Schiene zu verlegen, um die Straßen zu entlasten. (Foto: Pixabay)
Ziel sei es, den Güterverkehr stärker auf die Schiene zu verlegen, um die Straßen zu entlasten. (Foto: Pixabay)
Radosveta Angelova

Enak Ferlemann MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, vertrat beim letzten Lenkungskreis Bahntechnologie die Ansicht, die Bundesregierung investiere derzeit so viel in die Modernisierung und Ökologisierung der Schiene wie noch nie. Gemeinsam mit dem Eisenbahnsektor seien bereits viele Maßnahmen in Planung, um die Schiene zum ersten klimaneutralen Verkehrsträger Deutschlands zu instituieren. Gegebenenfalls bedeute das, dass eine weitere Unterstützung für die EVU zur Umrüstung erforderlich wäre, für die das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur eine Lösung über die EU vorschlage.

Enak Ferlemann:

„Ein wesentlicher Baustein dafür ist die Digitalisierung der Schiene durch das europäische Zugleit- und Signalsystem ETCS. Mit dem sogenannten Starterpaket in der Modellregion Stuttgart wird die ETCS-Ausrüstung der Fahrzeuge und der Gleise finanziert. Für andere Netzregionen, die nicht dem Starterpaket angehören, müssten die Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) die Umrüstung ihrer Fahrzeuge selbst finanzieren.“

Daraufhin führte der Leiter des Lenkungskreises Bahntechnologie, Andre Rodenbeck, CEO Rail Infrastructure Siemens Mobility GmbH aus, dass für die Schieneninfrastruktur bereits enorme Finanzmittel zur Verfügung stünden und es nun darauf ankomme, diese tatsächlich einzusetzen. Die Bundesregierung habe zwei Nachtragshaushalte mit der höchsten jemals verzeichneten geplanten Nettokreditaufnahme in Höhe von 217,8 Milliarden Euro vorgelegt.

Andre Rodenbeck erklärend:

„So werden für ein `Schnellläuferprogramm Digitale Schiene´ 100 Millionen Euro im Jahr 2020 und 400 Millionen Euro im Jahr 2021 zur Verfügung gestellt. Auch um den Mobilfunkempfang entlang der Schienenwege zu verbessern, werden zusätzlich 25 Millionen Euro im Jahr 2020 und 125 Millionen Euro im Jahr 2021 bereitgestellt.“

 

Diese Beispiele würden verdeutlichen, dass der Bund die Schieneninfrastruktur modernisieren wolle. Und es komme nun darauf an, diese Finanzmittel sprichwörtlich aufs Gleis zu bringen, so Rodenbeck. Für die flächendeckende Digitalisierung der Schiene sei es allerdings nötig, dass es ETCS-fähige Fahrzeuge gibt oder die Fahrzeuge mit der entsprechenden Technik ausgestattet werden.

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