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Gebrüder Weiss steigert den Umsatz

Der österreichische Logistikdienstleister seinen Umsatz 2018 um 8,3 Prozent erhöht.

(Foto: Gebrüder Weiss)
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Christine Harttmann

Bei guter konjunktureller Lage erwirtschaftete Gebrüder Weiss im vergangenen Geschäftsjahr 2018 einen vorläufigen Nettoumsatz von 1,67 Milliarden Euro. Das Vorjahresergebnis hatte 1,55 Milliarden Euro betragen. Immerhin 50 Millionen Euro investierte das Unternehmen in die Infrastruktur.

„Wir sind mit der Geschäftsentwicklung sehr zufrieden. Es war ein gutes Jahr. Trotz der hohen Auslastung in allen Systemen konnten wir die Servicequalität halten“, sagt Wolfram Senger-Weiss, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Gebrüder Weiss.

Auf verschiedenen Ebenen hat der Logistikdienstleister außerdem einen Generationenwechsel vollzogen: von Geschäfts-, über Regional- bis zur Niederlassungsleitung. Durch die systematische Entwicklung von Führungskräften konnten alle neuen Positionen intern besetzt werden.

„Das ist ein schönes Zeichen von Stärke der Organisation und Kultur. Wir setzen damit auf Kontinuität, sind aber mit dem Team auch gut für die Herausforderungen der digitalen Zukunft gerüstet“, berichtet Senger-Weiss.

Als tragende Säule erwies sich der Bereich Landverkehre. In einem wettbewerbsintensiven Umfeld lag das organische Wachstum bei 7,5 Prozent. Während die anhaltend gute Konjunktur für Nachfrage sorgte, galt es, die damit verbundenen Herausforderungen wie Fahrermangel, Laderaumknappheit und starke Schwankungen bei den Sendungsmengen zu meistern.

„Mit Know-how, einem Bewusstsein für Qualität und Preis sowie überdurchschnittlich engagierten Mitarbeitern ist uns dies gut gelungen“, resümiert der Firmenchef. Instrumente der Digitalisierung helfen bei einer besseren Planung, bei der Optimierung von Prozessen und bieten neue Möglichkeiten der Kommunikation.

Im Bereich Luft- und Seefracht verzeichnet Gebrüder Weiss eine Umsatzsteigerung von rund zwölf Prozent. Ein Jahr nach der Neuausrichtung des weltweiten Netzwerks investierte das Unternehmen 2018 weiter in die Entwicklung seiner Standorte in Asien, den USA und Deutschland sowie in den Ausbau der transpazifischen Transportroute zwischen Nordamerika und Asien. Neben den klassischen Luft- und Seefracht-Services bietet Gebrüder Weiss den Kunden in den USA und China vermehrt Logistiklösungen und Landtransporte an.

Begünstigt durch den wachsenden Onlinehandel entwickelte sich in der Spedition der Bereich Home Delivery (B2C) mengenmäßig sehr positiv. Rund 900.000 Sendungen aus den Sparten Unterhaltungselektronik, Haushalt und Möbel wurden an Endkunden zugestellt, gut ein Drittel davon alleine in Österreich. Damit verteidigte das Logistikunternehmen erneut seine Marktführerschaft in der Alpenrepublik. Neben der Anlieferung im ‚Zwei-Mann-Handling‘ übernimmt Gebrüder Weiss die Montage und den Anschluss der Geräte vor Ort. Auch in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien und neuerdings in Rumänien zählt der Logistiker internationale Einrichtungshäuser, Elektrohändler und Baumärkte zu seinen Kunden.

Wachstum im Bereich B2C und stabile Marktführerschaft im B2B verzeichnete auch die DPD Austria, dessen Mitgesellschafter der Gebrüder Weiss Paketdienst ist. Mit einem Plus von vier Prozent bewegten die DPD Austria-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 2018 erstmals mehr als 50 Millionen Pakete.

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