Gebrüder Weiss: Spedition Amm wird übernommen

Mit der Übernahme des Oberfrankener Logistikunternehmens am Cargoline-Standort Konradsreuth will Gebrüder Weiss ab 2024 sein süddeutsches Landverkehrsnetz stärken.

Zukauf in Oberfranken: Mit der Akquisition der Spedition Amm kann Gebrüder Weiss am Industriestandort nun ein flächendeckendes Standortnetz von Oberbayern bis Oberfranken bedienen. Foto: Gebrüder Weiss
Zukauf in Oberfranken: Mit der Akquisition der Spedition Amm kann Gebrüder Weiss am Industriestandort nun ein flächendeckendes Standortnetz von Oberbayern bis Oberfranken bedienen. Foto: Gebrüder Weiss
Daniela Sawary-Kohnen

Nach der kürzlichen Übernahme des Logistikunternehmens Wedlich in Bayreuth vermeldet Gebrüder Weiss den nächsten Zukauf in Oberfranken. Mit Jahresbeginn 2024 übernimmt der Logistiker nach eigenen Angaben den Standort Konradsreuth von der Spedition Amm, der künftig unter der Marke Gebrüder Weiss auftreten soll. Die Übernahme erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden.

Der Standort in der Nähe von Hof werde in seiner bisherigen Struktur in den deutschen Stückgutkooperationen Cargoline und NG.network weitergeführt und an das Netzwerk des Logistikers angeschlossen werden, hieß es. Zudem würden die 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von dem Familienunternehmen mit Hauptsitz im österreichischen Lauterach / Vorarlberg übernommen. Gleichzeitig sollen die Tätigkeiten der Spedition Amm im Nürnberger Raum vom Kauf unberührt bleiben. Wolfram Senger-Weiss, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Gebrüder Weiss:

„Wir sind näher bei unseren Kunden und Mitarbeitenden, bieten aber trotzdem ein eigenes globales Netzwerk. In Deutschland verfolgen wir eine klare Wachstumsstrategie. Konradsreuth wird in unserem nationalen wie internationalen Landverkehrsnetz eine zentrale Stellung einnehmen.“

Von Oberbayern bis Oberfranken

Die Region Oberfranken ist ein wichtiger Industriestandort und idealer Umschlagspunkt für Landtransporte zwischen Osteuropa und Süddeutschland, Österreich und der Schweiz. Zudem können über das Containerterminal Hof, das direkt auf der Route von Hamburg über Leipzig bis zur Adria liegt, Güter auf der Schiene transportiert werden. Werner Dettenthaler, Geschäftsführer Landverkehr Deutschland bei Gebrüder Weiss:

„Mit Konradsreuth schließen wir eine geographische Lücke in Bayern und bieten unseren Kunden ein flächendeckendes Standortnetz von Oberbayern bis Oberfranken.“

Das Unternehmen unterhält bereits eigene Niederlassungen in Memmingen Waldkraiburg, Passau, Straubing, Nürnberg und Bayreuth.

Mitglied bei Cargoline und NG.network
Die Mitgliedschaften des Konradsreuther-Standorts in den deutschen Stückgutkooperationen Cargoline und NG.network sollen gleichzeitig unter oranger Flagge fortgeführt werden. Dettenthaler:

„Als Gesellschafter von NG.network freuen wir uns, hier einen weiteren Standort in das Netzwerk einzubringen und damit unseren Partnern und Kunden noch mehr Stabilität bei den Transporten zu bieten“.

Die Kooperationen bestehen aus lokalen Transportpartnern, mit denen Gebrüder Weiss gemeinsam Landtransporte in ganz Deutschland durchführt. Ralf Amm, bisheriger Inhaber des Standorts:

"Mit Gebrüder Weiss haben wir einen inhabergeführten Logistiker mit nachhaltiger Unternehmenskultur gefunden, der langfristig in den Standort und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investieren will. Unter der orangen Flagge wird Konradsreuth die Qualität in den Stückgutnetzen Cargoline und NG.network weiter hoch halten.“

Alexander Prittig bleibe auch unter dem Dach von Gebrüder Weiss Niederlassungsleiter in Konradsreuth. Der Logistiker sieht in der Integration großes Potenzial:

„Das ist eine gute Nachricht für die Wirtschaft in Oberfranken. Unser lokales Know-how wird durch ein etabliertes internationales Netzwerk ergänzt. So können wir unseren Kunden künftig neben nationalen und internationalen Landtransporten auch Luft- und Seefracht sowie weitere digitale Services anbieten. Und für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eröffnen sich hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten in einem global agierenden Logistikunternehmen.“

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