Fuhrpark: Hoyer Group modernisiert die Flotte

Die Hoyer Group hat rund 42,7 Millionen Euro hat in ihren Fuhrpark investiert und mehr als 500 Zugmaschinen neu in Betrieb genommen.

 Mehr als 500 neue Zugmaschinen hat die Hoyer Group gekauft. (Foto: Hoyer Group)
Mehr als 500 neue Zugmaschinen hat die Hoyer Group gekauft. (Foto: Hoyer Group)
Christine Harttmann

Die jetzt gekauften Lkw würden beim Transport von Mineralöl, chemischen Produkten und Gasen eingesetzt, teilt Hoyer mit. Die Fahrzeuge verfüge über innovative Technologien, die den gesetzlichen Anforderungen in puncto Sicherheit entsprächen. Zudem sollen sie hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz Mehrwert bieten.

Den Großteil der Fahrzeuge hat der Bulk-Logistiker für die Mineralölversorgung in Großbritannien bestellt. Es handelt sich um Zugmaschinen der Fahrzeughersteller MAN, Scania und erstmals auch von DAF. Bei der Tankstellenbelieferung in Deutschland setzt das Unternehmen auf Volvo-Zugmaschinen der neuesten Generation. Auch im Fernverkehr kommen neue Modelle von Volvo zum Einsatz. Sie sind an Hoyer-Standorten in Deutschland und Polen stationiert und verkehren europaweit für den Transport von chemischen Produkten. Die ersten Einheiten sind bereits ausgeliefert, bis Ende 2020 wird die gesamte Flotte sukzessive ersetzt.

Dem Thema Sicherheit für Mensch und Umwelt misst die Hoyer Group laut eigenen Angaben einen zentralen Stellenwert bei. Alle Einheiten seien deshalb, so die Mitteilung, mit modernen Sicherheitstechnologien ausgestattet. Dazu gehören Forward-Facing-Kameras, die eine 140-Grad-Sicht des Lenkers durch die Windschutzscheibe aufzeichnen. Sie werden bei abrupten Fahrzeugbewegungen aktiviert und nehmen kurze Sequenzen der Gefahrensituationen auf. Die Aufnahmen sollen bei der Untersuchung von Unfällen und Beinaheunfällen helfen und werden für die Entwicklung von präventiven Sicherheitsmaßnahmen und Fahrerschulungen genutzt.

„Die Sicherheit unserer Fahrer und anderer Verkehrsteilnehmer hat oberste Prämisse. Wir transportieren tagtäglich hochsensible Güter und erachten es als unsere Pflicht, die Risiken und Gefahren auf das Geringste zu reduzieren“, sagt Rudolf Schumacher, Fleet Manager der Hoyer Group in Dormagen. „Dank innovativer Sicherheitsausstattungen unserer Flotte übererfüllen wir die gesetzlichen Anforderungen und setzen Branchenstandards. Ergänzend setzen wir auf laufende Aus- und Weiterbildung unseres Personals. Wir schulen unsere Fahrerinnen und Fahrer im Rahmen von Präsenzschulungen und Online-Trainings regelmäßig und intensiv zum Thema Sicherheit.“

Ein aktiver Abbiegeassistent gehört ebenfalls zur Sicherheitsausstattung und unterstützt den Fahrer beim Abbiegen. Die an der Beifahrerseite angebrachte Kamera mit Weitwinkellinse überträgt bei Abbiegevorgängen den toten Winkel auf einen Monitor im Führerhaus. Zusätzlich weist ein Warnton beim Abbiegen auf andere Verkehrsteilnehmer wie Fahrradfahrer oder Fußgänger hin. Darüber hinaus sind die Fahrzeuge mit einem an die Zündung gekoppelten Alkohol-Lock ausgestattet, der das Starten des Fahrzeugs erst nach Durchführung eines Atemtests erlaubt. Zum ersten Mal ist in allen Lkw auch ein Panik-Knopf eingebaut. Dieser kann vom Fahrer im Notfall manuell betätigt werden. Daraufhin wird in der Disposition ein Alarm ausgelöst.

Die neuen Fahrzeugmodelle bedeuten für die Fahrerinnen und Fahrer neben mehr Sicherheit auch erhöhten Komfort.

„Es ist uns wichtig, dass sie sich während der oft tagelangen Fahrten wohlfühlen und sich nach vielen Stunden auf den Straßen und hunderten zurückgelegten Kilometern erholen können“, so Schumacher.

So konnten die Fernfahrerinnen und -fahrer die Matratzenstärke für das Bett nach ihren individuellen Präferenzen bestellen. Weitere Neuerungen an Bord sind ein eingebautes Fernsehgerät sowie ein drehbarer Beifahrersitz, der sich in den Pausen zum Fernsehsessel umfunktionieren lässt, sowie verschließbare Schränke.

Einen Mehrwert hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit bietet die neue Motorengeneration der Zugmaschinen. Alle Einheiten verfügen über Euro-6-Motoren. Insgesamt werden nach Abschluss der Modernisierung 98 Prozent der aus über 2.200 Fahrzeugen bestehenden Flotte der Hoyer Group mit diesen schadstoffarmen Motoren ausgestattet sein. Vier der neuen Lkw-Modelle werden sogar mit einem alternativen LNG-Motor betrieben. Die Hoyer Group erhöht damit die Anzahl der mit flüssigem Erdgas betriebenen Zugmaschinen auf neun. Die LNG-Lkw sind für den Gase- und Mineralöltransport vorgesehen. Die erste Einheit wurde 2018 angeschafft. Das noch nicht flächendeckend ausgebaute Tankstellennetz für alternative Energien hindert derzeit weitere Anschaffungen.

Weiter heißt es, habe der eingebaute topografische Tempomat einen positiven Effekt auf den Kraftstoffverbrauch. Das System erkennt veränderte Umgebungsbedingungen und minimiert im Bedarfsfall die Drehzahl. Bis zu drei Liter Diesel auf 100 Kilometer werden dadurch eingespart.

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