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Fraunhofer Institut: Mikro-Depots in Städten ausweiten

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik hat in einer Studie untersucht, wie Mikro-Depots bestmöglich umgesetzt werden können.

Mikro-Depots mit 180 Quadratmetern Gebäudefläche können laut einer Studie des Fraunhofer Instituts täglich rund 1.400 Pakete mit zwölf Lastenfahrrädern in einem Umkreis von zwei bis drei Kilometern ausliefern. Foto: agiplan GmbH
Mikro-Depots mit 180 Quadratmetern Gebäudefläche können laut einer Studie des Fraunhofer Instituts täglich rund 1.400 Pakete mit zwölf Lastenfahrrädern in einem Umkreis von zwei bis drei Kilometern ausliefern. Foto: agiplan GmbH
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Daniela Kohnen

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und die agiplan GmbH haben in einer Machbarkeitsstudie am Beispiel der Städte Mönchengladbach, Neuss und Krefeld untersucht, wie Mikro-Depots in Städten künftig bestmöglich umgesetzt werden und einer Überlastung der innerstädtischen Infrastruktur entgegenwirken können.

Demnach kann eine Logistikbasis mit 180 Quadratmetern Gebäudefläche täglich rund 1.400 Pakete mit zwölf Lastenfahrrädern in einem Umkreis von zwei bis drei Kilometern ausliefern. Studienautor Dr. David Rüdiger vom Fraunhofer IML:

“Diese Immobilie sollte über separierte Lagerflächen für die einzelnen Dienstleister, über Sozialräume und im Bestfall auch über eine Laderampe verfügen. Ein Erfolgsfaktor ist vor allem die verkehrliche Anbindung und die Zugänglichkeit der Umschlagfläche für Fahrzeuge mit bis zu 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht.”

In allen drei Städten seien Immobilien in Innenstadtlagen identifiziert worden, die prinzipiell geeignet sind. Außerdem habe eine Umfrage unter Paketdienstleistern gezeigt, dass ein Interesse an Mikro-Depots grundsätzlich vorhanden sei.

Um die ersten Mikro-Depots umzusetzen, müssen laut dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML nun die Standorte festgelegt, das Betreibermodell und der Mietpreis gestaltet und die KEP-Dienstleister gewonnen werden. Prof. Uwe Clausen, Institutsleiter am Fraunhofer IML:

Mikro-Depots haben das Potenzial, zu weniger Lkw-Verkehr und einer reduzierten Emissionsbelastung in Innenstädten beizutragen. Mit unserer Studie haben wir das Fundament dafür gelegt, Kommunen bei verkehrspolitischen Entscheidungen zu unterstützen. Damit können diese den innerstädtischen Verkehr entzerren und somit nachhaltiger und zukunftsfähiger gestalten.“

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein hatte die Studie in Auftrag gegeben. Das Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hatte das Projekt finanziell unterstützt.

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