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Fraunhofer-Institut forscht an Gewichts-Blitzer

Das Fraunhofer-Institut startet ein Forschungsprojekt, das die Gewichtskontrolle fahrender Lkw zuverlässiger machen soll. Funktionieren könnten die dann ähnlich einem Geschwindigkeits-Blitzer.

Straßenseitige Sensorik hilft, den Verkehr zu überwachen. (Foto: Fraunhofer LBF)
Straßenseitige Sensorik hilft, den Verkehr zu überwachen. (Foto: Fraunhofer LBF)
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Christine Harttmann

Wenn es auf der Straße blitzt, weiß jeder Autofahrer, dass er zu schnell unterwegs ist oder eine rote Ampel nicht beachtet hat. Ähnliches könnte – in abgewandelter Form – in naher Zukunft auch überladene Lkw treffen, vorausgesetzt das Fraunhofer-Institut (LBF) für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit ist mit seinem Forschungsprojekt LiBra (Lasten in Bewegung rechtssicher aufzeichnen) erfolgreich. Ziel ist, die Präzession bei der Gewichtskontrolle fahrender Lkw zu verbessern.

Die Wissenschaftler betrachten detailliert die Messungenauigkeiten und die Systemzuverlässigkeit sogenannter Weigh-In-Motion (WIM)-Systeme, mit denen die Gewichte von Fahrzeugen auch auf Autobahnen sicher erfasst werden können. Diese könnten dann in Zukunft als standardisiertes und gerichtfestes Messverfahren zugelassen werden. Ähnlich einem Geschwindigkeits- oder Rotlicht-Blitzer ließe sich damit eine Gewichtskontrolle etablieren, beschreibt das Fraunhofer-Institut, die direkt gerichtsfeste Beweise liefert.

Bislang werden die Fahrzeuge normalerweise nach einer Vorselektion aus dem Verkehr genommen und statisch auf geeichten Waagen mit sehr hoher Messgenauigkeit gewogen. Bis Mitte der 1990er Jahre war dieses System der einzige Weg, gerichtsfeste Verwägungen vorzunehmen. Trotz der sehr guten Genauigkeit hat dieses Verfahren jedoch Nachteile: Nur wenige Fahrzeuge können exemplarisch oder im Fall eines Verdachts gewogen werden. Zudem sind die Aufwände an Zeit, Personen und Kosten hoch, und die Umleitung der zu wiegenden Fahrzeuge wirkt sich negativ auf den Verkehr aus.

Daher soll das Projekt LiBra einen Beitrag zur Entwicklung eichfähiger und gerichtsfester Systeme leisten. Würden solche Systeme im Straßennetz umgesetzt und installiert, ließe sich die Überladung reduzieren und die Straßenstruktur dadurch schonen, so das Fraunhofer-Insitut. Zwar gelten auch heute schon strikte Grenzen für Gesamtgewichte und Achslasten. Deren weit lückenlose Überprüfung ist mit dem aktuellen, üblichen Vorgehen jedoch nicht möglich. Darunter leidet die – notfalls gerichtliche – Durchsetzung der vorgegebenen Grenzen. Auf Grundlage der Ergebnisse des LiBra Projektes sollen Systeme entwickelt werden, mit denen die Überwachungsquote verbessert und letztendlich die Straßenstruktur geschont wird.

Überladene Fahrzeuge stellen ein wesentliches Problem für den Straßenverkehr dar. Daher sind genaue und zuverlässige Messungen der Achslasten von Lkw nötig, um die Überladung zu überwachen und eventuelle Maßnahmen vorzeitig zu ergreifen. Ein zu hohes Gewicht vermindert die Fahrstabilität sowie -sicherheit von Lkw und vergrößert damit das Risiko für Verkehrsunfälle. Hinzu komme, so das Fraunhofer-Institut, dass steigende Fahrzeugzahlen verbunden mit hohen Gewichten zu einer verstärkten Abnutzung der Straßen und zu Brückenschäden führen, weshalb von staatlicher Seite Interesse an einer Verbesserung der Gewichtskontroll-Systeme bestehe.

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