Fraport: Autonomer Frachtschlepper im Test

Innerhalb des Sicherheitsbereichs des Flughafens Frankfurt wird derzeit ein autonomer Fracht- und Gepäckschlepper von Fraport getestet. Er ist mehrere Wochen lang auf einer acht Kilometer langen Teststrecke unterwegs…

DIe Testphase soll Ende März 2023 abgeschlossen sein. Mit dabei ist immer ein extra geschulter Sicherheitsfahrer, falls im Notfall eingegriffen werden müsste. (Foto: Fraport)
DIe Testphase soll Ende März 2023 abgeschlossen sein. Mit dabei ist immer ein extra geschulter Sicherheitsfahrer, falls im Notfall eingegriffen werden müsste. (Foto: Fraport)
Anna Barbara Brüggmann

Die Bodenverkehrsdienste der Fraport AG testen derzeit einen elektrisch betriebenen autonomen Gepäck- und Frachtschlepper  Ziel des mehrwöchigen, bis Ende März 2023 dauernden Testlaufs sei es, herauszufinden, ob und unter welchen Bedingungen ein autonomes Fahrzeug die regulären Gepäck- und Frachttransporte auf dem Vorfeld unterstützen kann. 

 „Autonomes Fahren ist auch für uns als Flughafenbetreiber ein vielversprechendes Zukunftsthema“, so Eric Agthe, Projektleiter Prozess- und Produktentwicklung bei Fraport. „Wir haben bereits in einigen Bereichen selbst fahrende Fahrzeuge getestet. Der Einsatz auf dem Vorfeld auf einer so langen Strecke ist jedoch eine neue Dimension.“

Die Teststrecke erstreckt sich nach Angaben des Unternehmens vom östlichen Vorfeldbereich in der Gepäckhalle des Terminals 2 bis in den Süden zum künftigen Terminal 3. Drei verschiedene Etappen sollen jeweils besondere Anforderungen an das autonome Fahrzeug stellen:

Dazu zähle neben dem Fahren unter freiem Himmel mit wenig Verkehr auch das Fahren in der Gepäckhalle mit weiteren Verkehrsteilnehmern und Personen im Innenbereich. Die Testfahrten werden sowohl am Tag als auch in der Nacht und bei unterschiedlichen Wetterlagen absolviert, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu ermöglichen und die nötige Komplexität sicherstellen zu können.

Das Fahrzeug ist während der Testfahrt im laufenden Verkehr mit maximal 13 Stundenkilometern unterwegs, so Fraport, und zieht höchstens drei Gepäckanhänger oder zwei große Frachtanhänger. Bei jeder Testfahrt ist Unternehmensangaben zufolge ein für das Projekt geschulter und zertifizierter Sicherheitsfahrer mit dabei. Dieser könne im Notfall sofort reagieren und aktiv eingreifen, falls eine ungeplante Situation auftreten sollte.

 „Für Fraport hat dieses Projekt auch mit Blick auf einen künftigen effizienteren Personaleinsatz einen hohen Stellenwert“, sagt Dennis Stein, Leiter Bereichsentwicklung, Logistik- und Informationsmanagement. „Aufgrund der Größe des Flughafenvorfelds müssen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weite Transportwege zurücklegen. Teile dieser Strecken über autonome Fahrzeuge abzudecken, gibt beispielsweise den Abfertigungsteams in den Bodenverkehrsdiensten mehr Handlungsspielraum, schneller für den nächsten Flug bereit zu stehen.“ 

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