Frankreich: Schutzausrüstung kommt auf der neuen Seidenstraße

An der polnischen und deutschen Grenze übernimmt Captrain, eine Tochter der französischen SNCF-Logistic-Gruppe, einen mit Schutzausrüstung gefüllten Güterzug aus China.

Über die neue Seidenstraße rollt der Zug mit 21 Waggons mit 41 Containern, gefüllt mit 40 Millionen chirurgischen Masken und anderem medizinischem Equipment, nach Paris. (Foto: Captrain)
Über die neue Seidenstraße rollt der Zug mit 21 Waggons mit 41 Containern, gefüllt mit 40 Millionen chirurgischen Masken und anderem medizinischem Equipment, nach Paris. (Foto: Captrain)
Christine Harttmann

Am 4. Juni 2020 hat der Güterzug die Stadt Nanchang im Südosten Chinas in der Provinz Jiangxi Richtung Paris verlassen. Auf seinem Weg legt er 11.920 Kilometer zurück und durchquert sieben Länder. Nach 20 Tagen sollen die Container – gefüllt mit chirurgischen Masken, Kitteln, Handschuhen und weiteren Hygieneartikeln – in Paris ankommen. Transportiert werden 21 Waggons mit 41 Containern, gefüllt mit 40 Millionen chirurgischen Masken und anderem medizinischem Equipment.

Auftraggeber des Transportes sei BIFP, ein Unternehmen das Produkte der französischen Marke Hygial vertreibe, so die Mitteilung von Captrain. Forwardis – ein auf Schienengüterverkehr spezialisierter Spediteur der SNCF-Gruppe – gewährleiste die Verbindung.

 

Captrain Polska wird am Freitag, den 19. Juni 2020, den Zug an der polnischen Grenze zu Weißrussland vom Eisenbahnverkehrsunternehmen übernehmen. In Deutschland sollen dann am Trag drauf die ITL Eisenbahngesellschaft sowie die Captrain Deutschland CargoWest verantwortlich sein. Jérôme Méline, Geschäftsführer der Captrain Deutschland:

„Unsere Gesellschaften arbeiten Hand in Hand, wenn es darum geht individuelle und grenzüberschreitende Schienenlogistiklösungen für unsere Kunden umzusetzen.“

Für den Transport war das Unternehmen BIFP auf der Suche nach einer nachhaltigen und umweltschonenden Lösung. Die Vorteile der Schienenlogistik wurden dabei besonders deutlich, denn die Schiene ist der klimaschonendste Verkehrsträger. Der CO2-Ausstoß von Güterzügen ist fünfmal geringer als von Lkw. Mit dem Äquivalent von sechs Frachtflugzeugen in einem einzigen Zug, sind die Kosten des Bahntransportes dadurch auch erheblich günstiger. Jérôme Méline resümiert:

„Die Transportlösungen auf der Schiene sind für den Klimaschutz eine große Chance. Optimal aufeinander abgestimmt, kann die Eisenbahn zukünftig ein erhebliches Transportvolumen von der Straße holen“,.

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