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Frankreich: Fährhafen in Calais weiter blockiert

Streikende Seeleute legen seit Montag in Calais mit brennenden Barrikaden den Fährverkehr über den Ärmelkanal lahm und blockierten zeitweise den Eurotunnel. Sie wollen den Verkauf von Fährschiffen der Reederei My-Ferry-Link an die Reederei DFDS verhindern, weil sie um ihre Arbeitsplätze fürchten.
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Christine Harttmann

Die Folge des Steiks sind lange Staus und teilweise chaotische Zustände an den Fährhäfen in Frankreich und Großbritannien. Wie der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) meldet, stehen auf beiden Seiten des Ärmelkanals tausende von Lkw und warten auf eine Überfahrt. Zeitenweise blockierten die Seeleute außerdem die Zufahrt zum Eurotunnel in Coquelles. In der Folge musste auch der seinen Betrieb einstellen.

In England werden die Lkw von den Ordnungsbehörden auf den Standstreifen der Autobahnen ohne Verpflegungsmöglichkeiten oder sanitäre Einrichtungen geparkt. Inzwischen sollen die Fahrzeuge bereits vor London angehalten werden.

Auf französischer Seite des Kanals sind die Zustände chaotisch. Einerseits bestehen erhebliche Wartezeiten, andererseits müssen sich die Fahrer vor der Erstürmung ihrer Fahrzeuge von illegalen Flüchtlingen schützen. Diese nutzen die langen Rückstaus aus, um als blinde Passagiere auf den Ladeflächen der Lkw nach Großbritannien zu gelangen. Tausende von Flüchtlingen warten derzeit auf französischer Seite um ihre „Chance“ auf eine Überfahrt zu bekommen.

Besorgniserregend sei, so der BGL, dass die Flüchtlinge die Fahrer mit Gewalt bedrohen, falls diese sich gegen ein Eindringen auf die Ladeflächen der Lkw wehren. Sobald die britischen Einwanderungsbehörden „Illegale“ auf dem Fahrzeug finden, werden Fahrer und Unternehmen wegen Menschenschmuggels belangt.

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