Framo: Millionen-Investition für Elektro-Lkw

Majed Al-Askar, Hauptgesellschafter des Lkw-Elektrifizierers Framo, will weitere 15 Millionen Euro in die sächsischen eTruck-Umrüster investieren. Entwicklung, Batterie-Bau und Produktion werden ausgebaut.

 

Framo-Hauptgesellschafter und Investor Majed Al-Askar lässt weitere 15 Mio. Euro in das Unternehmen fließen. | Bild: Framo
Framo-Hauptgesellschafter und Investor Majed Al-Askar lässt weitere 15 Mio. Euro in das Unternehmen fließen. | Bild: Framo
Christine Harttmann
(erschienen bei LOGISTRA von Tobias Schweikl)

Die Framo GmbH und ihr Hauptgesellschafter Majed Al-Askar wollen in die Bereiche Forschung, Entwicklung und Produktion von E-Lkw investieren. Noch im laufenden Geschäftsjahr soll das Investitionsvolumen um fünf Millionen Euro steigen. Im Jahr 2022 sollen dann weitere zehn Millionen Euro folgen.

„Für uns ist das ein ganz klares und ehrliches Zeichen an unsere Kunden, Mitarbeiter und Partner: Die Framo GmbH wird ihre Position in der Branche weiter festigen und ausbauen. Wir wollen den Markt für emissionsfreien Schwerlastverkehr auch in Zukunft maßgeblich gestalten und unsere Kapazitäten im Sinne unserer Kunden in Deutschland und Europa kontinuierlich erweitern“, so Al-Askar nach einem Treffen am Unternehmenssitz in Löbichau. „Bei unseren Auftraggebern, Partnern und Lieferanten möchte ich mich herzlich für ihre Treue bedanken. Wir freuen uns auf fruchtbare Zusammenarbeit und eine künftig noch engere Kooperation.“

Die Entscheidung fällt nach einem Wechsel in der Geschäftsführung bei Framo. Man habe entscheidende Positionen ausgetauscht und mit CMO und CBDO Serhat Yilmaz eine wichtige Personalie gewonnen, heißt es.

„In der Vergangenheit und mit der vorhergegangenen Geschäftsführung ist leider nicht immer alles reibungslos gelaufen, das müssen wir zugeben“, so Al-Askar. „Mit neuem Management haben wir die Framo GmbH aber wieder auf Kurs gebracht. Das ist vor allem eine Teamleistung: Jetzt stimmt nicht nur die Richtung: Unsere Investitionen zahlen sich sichtbar aus.“

Ähnlich sieht das auch Serhat Yilmaz: „Wir haben mit den Fehlern der Vergangenheit aufgeräumt und können uns jetzt voll und ganz auf die Zukunft konzentrieren: Im eTruck-Bereich haben wir den Anspruch, die Nummer Eins in Europa zu werden.“

Das Unternehmen will sich künftig insgesamt breiter aufstellen. Lieferzeiten sollen verkürzt, der Aus- und Umbau von Elektrofahrzeugen im Lastenbereich beschleunigt werden. Auch die Reichweiten der Framo-Lkw sollen steigen. Ergänzend dazu sollen in der Batterie-Forschung und -Produktion neue Schwerpunkte gesetzt werden. Auch die Entwicklung der Brennstoffzellen-Technik soll mit den neuen Mitteln forciert werden.

Framo elektrifiziert in kleinen Serien die Segmente Kofferfahrzeuge, Sattelzugmaschinen für den Nah- und Werksverkehr, kommunale Abfallsammel-Lkw und Betonmischer. Der Lastenbereich erstreckt sich von 7,5 bis 60 Tonnen. Zu den Kunden zählen nach eigener Aussage die Supermarktkette Aldi, das Bahn-Logistikunternehmen DB Schenker und der Automobilkonzern Volkswagen.

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