Frachtschiffe: USA und Verbündete führen Militärschlag gegen Huthi-Rebellen aus

(dpa) Um Schiffe im Roten Meer und die dortigen Transportrouten zu sichern, haben die USA mit mehreren Verbündeten einen Militärschlag gegen die Huthi-Rebellen ausgeführt. US-Verteidigungsminister spricht von "klarer Botschaft".

Die Handelsroute über das Rote Meer wird schon von vielen großen Reedereien gemieden. (Symbolbild: pixabay)
Die Handelsroute über das Rote Meer wird schon von vielen großen Reedereien gemieden. (Symbolbild: pixabay)
Nadine Bradl

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat den Militärschlag der USA und Verbündeter gegen die Huthi-Rebellen im Jemen als ein klares Signal bezeichnet.

«Der heutige Einsatz der Koalition ist eine klare Botschaft an die Huthi, dass sie einen Preis dafür zahlen werden, wenn sie ihre illegalen Angriffe nicht einstellen», hieß es am Donnerstag (Ortszeit) in einer Mitteilung aus dem Pentagon.

Der Militärschlag erfolgte in der Nacht zum Freitag als Reaktion auf wiederholte Angriffe der vom Iran unterstützten Huthis gegen Schiffe im Roten Meer.

«Wir werden nicht zögern, unsere Streitkräfte, die Weltwirtschaft und den freien Fluss des legitimen Handels auf einer der wichtigsten Wasserstraßen der Welt zu verteidigen», teilte Austin weiter mit. Der 70-jährige Minister befindet sich derzeit im Krankenhaus. Er hatte am Dienstag eine bereits im Dezember festgestellte Prostatakrebs-Erkrankung öffentlich gemacht.

Großbritannien, Niederlande, Kanada und Bahrain beteiligt

Die USA und Großbritannien hatten mit Unterstützung der Niederlande, Kanadas und Bahrains in der Nacht zu Freitag Stellungen der Huthi-Rebellen im Jemen angegriffen. Der Militärschlag sei eine Reaktion auf die «illegalen, gefährlichen und destabilisierenden» Angriffe der Huthi auf Schiffe im Roten Meer und beruhe auf dem Recht der Selbstverteidigung, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die auch von der Bundesregierung mitgetragen wird. Ein Vertreter der Huthi drohte nach Angaben des Huthi-Fernsehsenders Al-Masirah Vergeltung an. Man wolle weiter Schiffe mit angeblich israelischer Verbindung im Roten Meer ins Visier nehmen.

«Es gibt absolut keine Rechtfertigung für die Aggression gegen den Jemen, da es keine Bedrohung für die internationale Schifffahrt im Roten Meer und im Arabischen Meer gab», sagte ein Sprecher der Rebellen dem Huthi-Fernsehsender Al-Masirah am Freitag.

Ziel seien weiter «israelische Schiffe oder solche, die die Häfen des besetzten Palästinas anlaufen».

Viele meiden Route bereits

Seit Ausbruch des Gaza-Krieges zwischen Israel und der islamistischen Hamas greifen die jemenitischen Huthi-Rebellen immer wieder Schiffe mit angeblich israelischer Verbindung im Roten Meer an. Große Reedereien meiden die wichtige Handelsroute zunehmend. Die Huthi greifen auch Israel immer wieder direkt mit Drohnen und Raketen an.

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