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Ford und Volkswagen bauen Transporter

Die beiden Hersteller haben eine erste Vereinbarung über eine globale Allianz getroffen. So möchten sie ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken. Gemeinsam wollen sie die Entwicklung und den Bau leichter Nutzfahrzeuge und Pick-ups angehen.
Ford-CEO Jim Hackett (l.) und VW-CEO Herbert Diess wollen weltweit zusammenarbeiten. Foto: VW
Ford-CEO Jim Hackett (l.) und VW-CEO Herbert Diess wollen weltweit zusammenarbeiten. Foto: VW
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Johannes Reichel

Die Volkswagen AG und die Ford Motor Company haben wie zuvor in Medien spekuliert eine erste offizielle Vereinbarung im Rahmen einer "breit angelegten Allianz" der beiden Firmen bekanntgegeben. Damit wolle man die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärken und das Angebot "in Zeiten rasanter Veränderungen in der Automobilbranche" verbessern, heißt es in einer Pressemitteilung. Im ersten Schritt umfasst die Kooperation vor allem Projekte im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge. Hier lag nahe, dass Ford die Führung bei der Entwicklung neuer Pick-up-Fahrzeuge übernimmt, weil der Konzern hier traditionell stark und weltweit präsent ist. Das dürfte das Ende für den VW-eigenen Pick-up Amarok bedeuten, das neue gemeinsame Modell ist für 2022 angekündigt.

Ford soll neben Pick-ups auch große Transporter entwickeln

Überraschenderweise soll Ford aber auch die Regie führen bei der Entwicklung größerer Transporter für Europa. Auf diesem Feld war VW erst vor kurzem mit dem kommplett neu entwickelten Crafter inklusive eines neuen Werks eigenständig angetreten, nachdem die jahrzehntelange Kooperation mit Daimler beendet worden war. Im Gegenzug soll sich VW um die Neuentwicklung eines City-Vans sorgen, der dem aktuellen Caddy sowie dem Transit Connect/Courier nachfolgen dürfte. Beide Unternehmen rechnen durch die Zusammenarbeit bei Transportern und Pick-ups ab 2023 mit jährlichen operativen Ergebnisverbesserungen vor Steuern. Sowohl Ford als auch Volkswagen sehen sich bei leichten Nutzfahrzeugen weltweit gut aufgestellt – mit Modellen wie Transit und Ranger von Ford sowie Transporter, Caddy und Amarok von Volkswagen. Zusammen setzten beide Unternehmen 2018 insgesamt rund 1,2 Millionen leichte Nutzfahrzeuge weltweit ab. Branchenweit würde die volumenstärkste Zusammenarbeit entstehen. In den kommenden fünf Jahren wird eine weltweit steigende Nachfrage nach mittelgroßen Pick-ups und Transportern erwartet. Die Allianz soll es beiden Unternehmen ermöglichen, die Entwicklungskosten zu teilen, ihre jeweiligen Fertigungskapazitäten optimal auszulasten, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Fahrzeuge zu verbessern und Kosteneinsparungen zu realisieren. Dabei verspricht man, die "unverwechselbaren Markeneigenschaften" zu bewahren.

Automatisierung und Elektrifizierung: Gemeinsam stärker

Über die bereits konkret geschlossenen Vereinbarungen hinaus haben die Hersteller eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet. Beide Unternehmen wollen eine Zusammenarbeit bei autonomen Fahrzeugen, bei Mobilitätsdiensten und Elektrofahrzeugen prüfen, heißt es. Man habe bereits begonnen, entsprechende Möglichkeiten auszuloten. Zudem zeigten sich beide Unternehmen offen dafür, "in Zukunft auch weitere gemeinsame Fahrzeugprogramme in Betracht zu ziehen". Einzelheiten sollen in den kommenden Monaten ausgearbeitet werden. Zuletzt war über einen Tausch spekuliert worden, bei dem VW seinen Elektrobaukasten MEB zur Verfügung stellt und dafür die Ford-Technologie für autonomes Fahren erhält, ein Feld, auf dem die Wolfsburger selbst derzeit noch Defizite sehen.

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