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Flughafen Leipzig/Halle soll weiter wachsen

Der neue Vorstandsvorsitzende der Mitteldeutschen Flughafen AG, Ahmelmann, sieht weiteres Potenzial für das Frachtdrehkreuz Leipzig/Halle.

Prof. Dr. Christopher W. Stoller und Götz Ahmelmann (v.l.n.r.) | Foto: ACD
Prof. Dr. Christopher W. Stoller und Götz Ahmelmann (v.l.n.r.) | Foto: ACD
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Torsten Buchholz

Beim Aircargo Club Deutschland (ACD) gab der neue Vorstandsvorsitzende der Mitteldeutschen Flughafen AG und Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden, Götz Ahmelmann, Einblicke in den geplanten Ausbau des Standortes Leipzig/Halle und diskutierte mit den Mitgliedern darüber, wie man den Luftfrachtstandort Deutschland wettbewerbsfähiger machen könne. Ahmelmann:

„Der Flughafen Leipzig/Halle zählt nicht nur zu den am dynamischsten wachsenden Fracht-Flughäfen weltweit, er bietet auch die erforderlichen Voraussetzungen sowie Potenziale, um seine Rolle als multimodale Drehscheibe für Express- und Frachtverkehre zwischen Europa und den weltweiten Märkten weiter auszubauen.“

Neben dem laufenden Ausbau der Infrastruktur biete Leipzig/Halle bereits heute für bestimmte Marktsegmente wie E-Commerce attraktive Rahmenbedingungen an. Dazu würden insbesondere schnelle Prozesse sowie eine permanente Bereitschaft der Zollabfertigung zählen.

Trotz der guten Voraussetzungen wird das Wachstum nach Ansicht des ACD jedoch durch unattraktivere Rahmenbedingungen für die Luftfrachtbranche in Deutschland insgesamt beeinträchtigt. Viele deutsche Standorte würden beispielsweise unter Nachtflugverboten oder die schleppende Umsetzung von EU-Vorgaben etwa beim Zoll oder Sicherheitsvorschriften leiden. In Westeuropa gebe es jedoch genügend Flughafenstandorte, die beispielsweise bei Nachtflügen weit weniger beschränkt sind. Dazu ACD-Präsident Prof. Dr. Christopher Stoller:

„Noch immer behindern nationale Sonderregeln die Luftfrachtentwicklung in Deutschland. Die Fracht der deutschen Exportwirtschaft wird per Lkw über die Grenzen gefahren und von dort zu günstigeren Konditionen geflogen. Deshalb fordert der ACD EU-einheitliche Regeln für die Luftfracht. Das könnte die Frachtmengen von Leipzig/Halle, aber auch anderen deutschen Standorten erheblich steigern.“

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