Finnlands Seehäfen erholen sich gut von der Pandemie

Trotz des Umsatzrückgangs sind Rentabilität, Liquidität und Solidität der Häfen stabil geblieben, so eine neue Studie.

Der Hafen Oulu in Finnland. (Foto: Hafen Oulu)
Der Hafen Oulu in Finnland. (Foto: Hafen Oulu)
Claus Bünnagel

Die Coronapandemie hat die globalen Lieferketten gestört und damit die Seehäfen in aller Welt vor hohe Belastungen gestellt. Dennoch bescheinigt die Studie „Finanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit finnischer Seehäfen – Umstrukturierung und Auswirkungen der Pandemie“, die am 15. September 2022 veröffentlicht wird, den finnischen Häfen eine gute Regenerationsfähigkeit. In der Untersuchung wurden die Jahresabschlüsse von 18 finnischen Seehäfen vor und nach dem Ausbruch der Pandemie Ende 2019 analysiert. Trotz des Pandemieschocks gelang es einigen Häfen, ein positives Umsatzwachstum zu erzielen.

Es ist sogar etwas überraschend, dass Seehäfen, die hauptsächlich Importverkehr hatten, auch nach dem Ausbruch der Pandemie ein positives Umsatzwachstum verzeichnen konnten. (Dr. Pekka Leviäkangas, Professor für Infrastruktur und Verkehr an der Universität Oulu und leitender Forscher der Studie)

Aber natürlich blieben auch die finnischen Häfen natürlich nicht von den Pandemieauswirkungen verschont, wie die von der Universität Oulu geleitete und von der Universität Turku sowie dem University College Dublin unterstützte Forschungsarbeit ergab.

Bei der Messung der Einnahmen nach Umsatz der Häfen gab es unmittelbar nach Beginn der Pandemie einen deutlichen Einbruch nach unten. Der Aufwärtstrend vor der Korona kehrte sich ins Negative. Die Rentabilität, die Liquidität und die Solidität der Hafenunternehmen blieben jedoch nahezu unversehrt. Das zeigt uns, dass die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Häfen gut war. (Leviäkangas)

Hintergrund

Die ehemals in öffentlichem Besitz befindlichen finnischen Seehäfen wurden 2016 in Kapitalgesellschaften umgewandelt. Diese neuen Hafenbetriebsgesellschaften bilden die Mehrheit unter den finnischen Seehäfen. Einige einzelne Häfen, die sich im Besitz der Industrie befinden, sind nach wie vor als Nicht-Kapitalgesellschaften tätig und wurden nicht in Hafengesellschaften mit beschränkter Haftung umgewandelt.

Die Seehafenstudie wird fortgesetzt und soll künftig die Verteilungseffekte der Pandemie analysieren. Anhand der gewonnenen Daten können die Veränderungen in der Wertschöpfung der Hafenunternehmen für Arbeitnehmer, Eigentümer, Zulieferer und andere Beteiligte untersucht werden.

Heruntergeladen werden kann die Studie hier.

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