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Fercam setzt auf alternativen Antrieb

Die LNG-Tankstelle in Sterzing steht. Nun stellt Fercam seinen Bozener Fuhrpark sukzessive auf die reichweitenstarken LNG-Stralis von Iveco um.

FERCAM erweitert seinen Fuhrpark um vorerst 12 Iveco Stralis mit LNG-Antrieb. (Foto: Fercam)
FERCAM erweitert seinen Fuhrpark um vorerst 12 Iveco Stralis mit LNG-Antrieb. (Foto: Fercam)
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Christine Harttmann

In Bozen will Fercam seine Diesel-Flotte schrittweise auf 460 PS starke LNG-Fahrzeuge umstellen. Das gab jetzt der Südtiroler Logistikdienstleister bekannt. Den Startschuss für die neue Flotte gab die Fertigstellung der ersten LNG-Tankstelle in Sterzing im vergangenen Herbst. Sie sorgt erstmals auch auf der Brennerachse für sichere Tankmöglichkeiten. Nun hat das Transportunternehmen die ersten zwölf Iveco Stralis mit LNG-Antrieb angeschafft. Die Flüssiggasfahrzeuge sollen vor allem im Shuttleverkehr auf der Brennerachse zwischen Verona und München fahren.

Hinter der Entscheidung steht eines der strategischen Ziele die sich Fercam selbst für 2019 gesteckt hat: „Clean, smarter logistics”. Damit will das Unternehmen einen Beitrag zur Lösung der Emissionsbelastung auf vielbefahrenen Transitstrecken zu leisten und gleichzeitig die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Bei der Umsetzung dieses Ziel, heißt es, spiele der Nutzfahrzeugfuhrpark eine wesentliche Rolle.

Der Umstieg auf Erdgasantrieb bedeutet eine im Vergleich zum konventionellen Diesel-40-Tonner der Schadstoffklasse Euro VI mehr als 20 Prozent höhere Anfangsinvestition. Dafür fallen so gut wie kein Feinstaub und nahezu keine Stickoxide an. Laut Hersteller Iveco liegen die Emissionswerte von LNG-Lkw bei NOx um 60 Prozent und bei den Partikelemissionen sogar um 99 Prozent unter dem Diesel. Ein gasbetriebener Otto-Motor ist zudem wesentlich leiser als ein Dieselmotor. Insbesondere nachts ließe sich durch den Einsatz einer mit Flüssiggas betrieben Flotte die Lärmbelastung der Anwohner längs der Hauptverkehrsrouten halbieren.

„Ich bin überzeugt, dass Umweltbelastungen durch innovative Technologien wie LNG spürbar reduziert werden können. Flüssiggas als alternativer Treibstoff für Lkw ist eine sofort einsetzbare und nachhaltige Lösung für viel befahrene Transitstrecken, wie es der Brenner und andere alpenquerende Verkehrsrouten sind“, betont Fercam-Präsident Thomas Baumgartner.

Eine Lockerung oder Befreiung vom geltenden Nachtfahrverbot durch Tirol für LNG-betriebene Lkw könne für die gesamte Brenner-querende Transportbranche einen wirksamen Investitionsanreiz in nachhaltige Fuhrparkinvestitionen darstellen. Baumgartner verweist in diesem Zusammenhang auf die in Deutschland bereits genehmigte Autobahnmautbefreiung für alternative Antriebe ist.

Von Vorteil sei der Einsatz von LNG vor allem auch für Verlader, meint Baumgartner.

„Denn neben Sicherheit und Zuverlässigkeit im Transport legen Industrie und Handel im Rahmen ihrer Umweltbilanzen zunehmend großen Wert auf geringe Emissionswerte.“

In Spanien profitieren die Kunden bereits von LNG-Lkw. Deshalb wisse das Unternehmen, dass LNG ein Wettbewerbsvorteil sei, sagt der Fercam-Chef, dessen Unternehmen seinen Hauptsitz an einer der meist befahrenen alpenquerenden Verkehrsrouten in einer ökologisch höchst sensiblen Region hat. „Schon alleine deswegen sind wir uns unserer Verantwortung in Sachen nachhaltiger Transportleistung bewusst“, so Baumgartner.

Schon in Spanien gehörte Fercam zu den ersten, die LNG-Lkw in die Flotte integrierten. Das Land verfügt zwar bereits über ein dichtes LNG-Tankstellennetz, allerdings waren die ersten Fahrzeuge nur mit 330 PS starken Motoren ausgestattet. Sie konnten also nur auf den ebenen Strecken, wie etwa zwischen Barcelona und Sevilla eingesetzt werden. Doch inzwischen gibt bei Iveco auch die leistungsstärkeren LNG-Modelle. „Wir haben dringend auf den 460-PS-Stralis gewartet, weil wir über den Brenner unbedingt mehr Power benötigen”, erklärt Baumgartner. Die Neuzugänge im Fercam-Fuhrpark bringen es auf eine Reichweite von 1.600 Kilometer, die Betankung dauert nur wenige Minuten und für unsere Fahrer und die Anwohner ist der Geräuschpegel deutlich geringer.

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