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FCA plant, auch mit Tesla zu kooperieren

Gegenüber dem „Business Insider“ äußerte Mike Manley, CEO von FCA, dass man neben den Plattformen von FCA und PSA auch Technik von Dritten nutzen könnte.

Das "Tesla-Skateboard" könnte auch für FCA-Modelle passen. | Foto: Tesla
Das "Tesla-Skateboard" könnte auch für FCA-Modelle passen. | Foto: Tesla
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Torsten Buchholz
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

FCA bleibt seinen Kooperationen treu, um das Portfolio aufrecht zu erhalten, ohne allzu viele Eigenentwicklungen stemmen zu müssen. So erklärte FCA-CEO Mike Manley auf die Frage eines Analysten zur Technologie von Tesla, dass man grundsätzlich Elektroauto-Plattformen kaufen könne statt sie selbst zu entwickeln. Dazu könnte sich Manley vorstellen, künftig Antriebe von Batterien von Tesla kaufen. Im Fokus stünden dabei wahrscheinlich primär vollelektrische Nachfolger für den Chrysler 300, den Dodge Challenger und Charger, die sich einen Ruf als typische „Fast and Furious Cars“ erarbeitet haben, welcher mit dem „Insane-Modus“ durchaus weiter gepflegt werden könnte. Zumal Manley leistungsstarke V8-Motoren, die aktuell 700 PS plus produzieren (mit dem entsprechenden Verbrauch) „definitiv nicht“ als Zukunftsmodell sieht.

Beim Schritt zur Elektromobilität wird der Antrieb unwichtiger, wie Manley sagt: Er glaubt, dass die Kunden bestimmten Komponenten gegenüber „agnostisch“ sein dürften, wozu für ihn auch Batterien und Antriebsstrang. So könnte auch FCA sich eine Tesla-„Skateboard“-Plattform kaufen, die man dann auf die verschiedenen Marken des eigenen Konzerns abstimmen könnte: Komfortabel für Chrysler und böse für Dodge. Außerdem könnten davon auch Alfa Romeo, Jeep, Maserati und Ram profitieren, während Fiat eine eigene E-Auto-Plattform entwickelt hat und die eCMP-Plattform von PSA nutzen könnten.

Die Zeit drängt: FCA braucht schnell eigene große Elektroautos in hohen Stückzahlen, um seine CO2-Ziele zu schaffen. Dafür mussten bereits CO2-Zertifikate bei Tesla gekauft werden: Diese wurden dann in der Statistik offiziell FCA zugeschlagen. Dieser Pooling-Deal soll laut Manley aber 2021 enden. 2022 werde dann das erste Jahr, in dem FCA von seinen eigenen Anstrengungen profitiere.

Was bedeutet das?

Die klammen FCA-Kassen ließen die Italo-Amerikaner schon immer zu Kooperationen greifen: Der bereits wieder eingestellte Fiat 124 war ein Mazda MX5, die Vans und Pick-ups kommen von Renault und Mitsubishi und die Chrysler- und Dodge-Modelle stehen teils immer noch auf Daimlers W210-Plattform. Durch „Deals“ mit PSA und Tesla könnte man schnell ein eigenes elektrisches und elektrifiziertes Programm auflegen, ohne die Markenkerne zu sehr zu verwässern. Und Tesla hätten einen etablierten Partner aus der „alten Welt“ der zusätzliche Stückzahlen und Gelder in die Kassen spülen könnte.

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